Kanzleimanagement |

Energetisch beraten

Mandanten und der Umwelt helfen

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Mit steigenden Energie­kosten wächst auch die Fix­kosten­be­las­tung – und das sowohl in der Kanzlei als auch beim Man­dan­ten. Wer selbst einen Bei­trag zur En­er­gie­wende leisten will, profitiert von staat­lichen För­der­pro­gram­men und steuer­lichen Vorteilen.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, nachhaltig Energie und damit auch Kosten zu sparen: eine effiziente Heizungsanlage, eine Überprüfung der Strom- und Gastarife oder der Einsatz er­neuer­barer Energien. Um herauszufinden, an welcher Stelle man ansetzen kann, können sich Unternehmen professionell beraten lassen.

Fördermittel nutzen

Im Rahmen des Projektes Mittelstand für Energieeffizienz, das der Mittelstandsverbund initiiert hat, werden Energieberatungen angeboten, die aus Mitteln des Bundeswirtschaftsministeriums gespeist ­werden und über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) abgerufen werden können. Vorausgesetzt, die Förderkriterien sind ­erfüllt, können Unternehmen oder auch Kanzleien selbst eine Energieberatung in Anspruch nehmen. Dazu kommt ein BAFA-gelisteter und speziell geschulter Energieberater in die Kanzlei oder zum Mandanten und erstellt eine Po­ten­zial­ana­lyse: Wo sind Schwachstellen? Wo kann Energie eingespart werden? Er informiert über wirtschaftliche Möglichkeiten des Programms. Durch die Fokussierung auf eine stärkere En­er­gie­ef­fi­zienz unterstützt das bundesweite Projekt die Ziele der Energiewende. Bei mit­tel­stän­di­schen Unternehmen sollen die Energiekosten um durchschnittlich 30 Prozent gesenkt und die CO2-Emissionen um mindestens 5,7 Millionen Kilogramm reduziert werden. Damit wird das Vorhaben der Nationalen Klimaschutzinitiative der Bundesregierung und des Förderprogramms Energieberatung Mittelstand gefördert.

„Über 1.000 Unternehmen haben deswegen bereits an dem Projekt Mittelstand für En­er­gie­ef­fi­zienz teilgenommen. Sie konnten dadurch nicht nur bares Geld sparen, sondern tragen durch den verringerten CO2-Ausstoß zum Erhalt einer lebenswerten Umwelt bei“, erklärt der Haupt­­ge­schäfts­füh­rer des Mittelstandsverbundes – ZGV, Dr. Ludwig Veltmann. Er fordert seine Mitglieder deswegen auf, schnell zu handeln. „Diese Chance ungenutzt verstreichen zu lassen, wäre vor dem Hintergrund der steigenden Energiekosten mehr als fahrlässig“, sagt Veltmann. Die ­konkreten Förderkriterien und Unterstützungsleistungen sowie die ­Ansprechpartner finden Sie online unter www.mittelstand-fuer-­energieeffizienz.de. Seit Jahresbeginn unterstützt der Staat En­er­gie­be­ra­tun­gen im Mittelstand noch großzügiger. Die Höchstförderung wurde auf 80 Prozent ­erhöht und schließt nun auch Kleinunternehmen mit ­weniger als 5.000 Euro Netto­en­er­gie­ver­brauch im Jahr mit ein.

Beratungsansätze für den Steuerberater

Energieeffizienz spielt im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit eine immer größer werdende Rolle. Für Steuerberater lässt sich daraus ein Beratungsfeld entwickeln. DATEV unterstützt die Mitglieder in vielfältiger Art und Weise bei der Beratung des Mandanten in be­triebs­wirt­schaft­lichen und steuerlichen Fragen. Da sind Beratungsleistungen von der Planung zum Kapitalaufbau sowie der Darstellung von Finanzierungsmöglichkeiten über die Prüfung von Ren­ta­bi­li­täts­be­rech­nun­gen bis hin zum Aufzeigen von steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten und der Unterstützung bei den steuerlichen Pflichten denkbar. Und warum nicht in energetischen Fragen? Häufig wird beim Neubau oder bei ­der Renovierung betrieblicher Gebäude, privater Eigenheime und von Mehr­familienhäusern die Nutzung erneuerbarer Energien gleich mit eingeplant. Bereits in diesem Stadium ist eine steuerliche Beratung sinnvoll, auch im Hinblick auf staatliche Förderung. Der Steuerberater ist der richtige Ansprechpartner, wenn es darum geht, private oder unter­neh­me­rische Projekte im Rahmen erneuerbarer Energien aus finanzieller und steuerlicher Sicht zu prüfen.

Anbieterwechsel – von flexiblen Tarifen profitieren

Eine andere einfache und unkomplizierte Art, die Kosten für den Energieverbrauch zu senken, ist es, den Energieversorger zu wechseln. Auf dem liberalisierten Strom- und Gasmarkt bietet sich die Möglichkeit, aus einer Vielzahl von Anbietern zu wählen und von individuell angepassten Konditionen zu profitieren. Allerdings sollte man sich gut informieren und einen Anbieter wählen, bei dem Beratung und Betreuung dem komplexen Thema Energieversorgung gerecht werden. Seriöse ­Anbieter pflegen beispielsweise den direkten Kontakt zu ihren Gewerbekunden und erstellen individuelle Angebote für deren Bedarf. Idealerweise beraten sie auch zu konkreten Einsparpotenzialen oder bieten Hilfe beim Thema Eigenstromerzeugung an. Zudem sollte sich der Wechselwillige erkundigen, woher die gelieferte Energie stammt, und am besten auf klima­neu­tra­len Strom und Erdgas setzen. Dadurch wird nicht nur der allgemeine CO2-Ausstoß verringert, sondern auch die Umweltbilanz des eigenen Unternehmens verbessert. Diese Merk­male erfüllt beispielsweise die meistro Energie GmbH. Der Energiepartner des Mit­tel­stands­ver­bundes – ZGV bietet auch Mittelständlern und kleinen Unternehmen die Möglichkeit, die Vorteile des Di­rekt­mark­tes zu ­nutzen, auf dem tagesaktuelle Preise erzielt werden können. Diese liegen wegen zunehmender Einspeisung erneuerbarer Energien teils mehr als 20 Prozent unter denen des langfristig angelegten Terminmarktes.

 

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