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Möglichst wenig liefern

Digitale Betriebsprüfung von Apotheken

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In den vergangenen Monaten häuften sich die Betriebsprüfungen in Apotheken. Der Fiskus prüft dabei digital auch Daten aus den Warenwirtschaftssystemen. Die Rahmenbedingungen sind zum Teil problematisch.

Die Definition, welche Daten dem Prüfer zur Verfügung gestellt werden müssen, überlässt die Bundes­steuer­berater­kammer dem Steuer­berater. Eine gefährliche Aufgaben­zuweisung, ist doch der ge­schuldete Daten­umfang hoch umstritten.
Der heikle Sachverhalt liegt nun dem Bundesfinanzhof zur Entscheidung vor. Bis dahin sollten sich die Steuerberater an der Minimallösung orientieren, die vom Hessischen Finanzgericht (Az. 4 K 422/12 vom 24. April 2013) akzeptiert wurde. Demnach brauchen dem Prüfer keine Kasseneinzeldaten geliefert werden. Dieser Meinung ist auch das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW). Gegenläufig entschieden hat allerdings das Finanzgericht Sachsen-Anhalt (Az. 1 K 396/12 am 23. Mai 2013).

Fragliche Hinzuschätzungen

Die Software­häuser der Apotheken sind vor­sichtig geworden, weil es bei der Aus­händi­gung der Kassen­einzel­daten häufig zu Fehl­inter­pre­tationen des Fiskus mit nach­folgenden, teils ruppigen Hin­zu­schätz­ungen kam. Sie liefern nur noch, was der Apotheker und sein Steuer­berater bestellen. Steuer­berater sind klug beraten, sich den Inhalt der Daten-CD vor der Weiter­gabe anzusehen. Noch besser ist eine Simu­lation der Betriebs­prüfung mit DATEV ACL comfort, wie dies in anderen Branchen teil­weise schon vor Ein­reichen des Jahres­ab­schlusses üblich ist. Die Standard­tools sollten dabei an­ge­passt werden, analog zu den ge­bräuch­lichen Tools der Finanz­ver­waltung bei der Prüfung von Apotheken. Nur so können Steuer­berater schon vor der Betriebs­prüfung mit den Mandanten mögliche Fragen des Betriebs­prüfers besprechen und für die Zukunft eine steuer­rechts­konforme Daten­ab­bildung und Archi­vierung gewähr­leisten.

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