„Wenn wir verantwortungsvolle Kunden und Gesellschafter dieses Unternehmens sein wollen, müssen wir uns (sic!) mit den Themen befassen, die die Zukunft bringen wird – selbst dann, wenn die Gegenwart auch schon verbesserungsfähig ist.“

Dieses Zitat (Auszug aus dem Post in der DATEV-Community vom 13.12.2018, 08:01) ist eine von über 200 Reaktionen in der DATEV-Community auf die Konzeptstudie #EXPEDITIONZUKUNFT, die wir Anfang Dezember veröffentlicht haben. Zugegeben, es gibt nicht nur Reaktionen wie diese. Der Tenor vieler Kommentare in den sozialen Medien wie Facebook, Twitter und DATEV Community war auch: Arbeitet erstmal am Heute, bevor ihr Visionen von der Zukunft entwickelt. Die Kritik bezog sich oftmals auf die Sinnhaftigkeit oder den Zeitpunkt einer solchen Studie, weniger auf konkrete Inhalte der #EXPEDITIONZUKUNFT.

Wir nehmen Kritikpunkte und Hinweise sehr ernst. Deshalb ist unsere Grundhaltung dazu: Das eine tun, ohne das andere zu lassen. Wenn wir mit Ihnen gemeinsam heute schon mögliche Entwicklungen in ferner Zukunft mitdenken, können wir jetzt die richtigen Weichen für die nahe und ferne Zukunft stellen. Das Eingangszitat und die teilweise regen Diskussionen, die sich zu einigen Themen entwickelt haben, bestärken uns in unserem Tun. An dieser Stelle möchte ich zwei Diskussionsstränge herausgreifen, die besonders im Fokus standen.

In Zukunft automatisiert

Ein zentrales Thema war die Automatisierung von typischen Aufgaben:

„Über eines bin ich mir Klaren (sic!), nur mit Fibu/Lohn wird man sicher in 20 Jahren kein Geld mehr verdienen, aber die BWL in ihrer Ausprägung wird nicht verschwinden, nur anders sein.“
(Auszug aus dem Post vom 14.12.2018, 10:18)

„Ich muss keine Fibu mehr machen (…) Ich bekomme von meiner Software super visualisierte Daten, die ich auswerten und meiner Beratung zu Grunde legen darf (…) Die Maschine kann automatisch das ausländische Steuerrecht und die DBAs berücksichtigen. Ich DARF mich aufs steuerliche und betriebswirtschaftliche Beraten beschränken.“
(Auszug aus dem Post vom 12.12.2018, 16:36)

Die digitalisierte Zukunft ist teilweise bereits Gegenwart. So manch einer liebäugelt schon mit veränderten Aufgabenschwerpunkten, beispielweise einer stärkeren Beratungsaktivität, wenn automatisierbare Tätigkeiten weniger Zeit in Anspruch nehmen.

Ausbildung von morgen für übermorgen

In der Konsequenz der prognostizierten Verschiebungen im Tätigkeitsspektrum wurde in den sozialen Medien mehrmals auch die Anpassungen der Ausbildung thematisiert.

„Wir brauchen zukünftig in der Kanzlei „gelernte“ WirtschaftsinformatikerINNEN. Wir benötigen deshalb unbedingt eine zukunftsfähige Anpassung der Ausbildung in unserem Beruf.“

(Auszug aus dem Post vom 14.12.2018, 11:10)

Die #EXPEDITIONZUKUNFT birgt noch viele weitere Themen und Szenarien, wie beispielsweise Datenschutz und Datensicherheit. Wir verfolgen die Reaktionen und Diskussionen weiter und werden sie in ähnlichen Beiträgen zusammenfassen, um den Überblick zu erleichtern. Wir laden Sie dazu ein, auch in den kommenden Wochen die Zukunftsbilder um Ihre Perspektiven zu erweitern. Die #EXPEDITIONZUKUNFT soll weitergehen.

Sie kennen unsere Zukunftsstudie noch nicht? Folgen Sie uns hier in die #EXPEDITIONZUKUNFT und teilen Sie mit uns Ihre Gedanken dazu in der DATEV Community.

Zum Autor

Ulf Schubert

bei DATEV in der Ab­tei­lung User Experience unter anderem ­zuständig für Ober­flächen­ge­stal­tung, Soft­ware-Er­go­nomie und Durch­füh­rung von an­wen­der­orien­tierten Maß­nahmen zur An­for­de­rungs­­ana­lyse und Eva­lua­tion (zum Beispiel Be­nut­zer­labore, Fokus­gruppen)

Weitere Artikel vom Autor