Jubiläum - 25. März 2021

Wohin die Reise geht

Zehn Jahre bei DATEV und fünf Jahre als CEO: Gleich zwei Anlässe, um zurückzublicken und zu hinterfragen, wohin uns unsere gemeinsame Reise bislang geführt hat.

Wie ein Blick durch ein beschlagenes Fenster, so kommt es einem vor, wenn man in diesen besonderen Zeiten nur ein Jahr zurückschaut. Weiter zurück, das hat etwas Unwirkliches. Trotzdem lässt sich gerade jetzt diesem Rückblick so viel Positives abgewinnen und ich erinnere mich gerne an meine Anfänge bei DATEV. Ein Ereignis, das ich in diesen Wochen mit direkt zwei Jubiläen verbinde: zehn Jahre im Unternehmen, fünf Jahre als CEO.

Optimale Startbedingungen bei DATEV

Mein erster Arbeitstag fiel ausgerechnet auf einen 1. April, sodass ich mit dem einen oder anderen Aprilscherz konfrontiert wurde. Was mir zugleich zeigte, in welcher angenehmen Arbeitsatmosphäre ich künftig arbeiten würde – und ich war bereit, zu lernen und mich diszipliniert in alles Neue einzuarbeiten. Wer mich kennt, weiß, dass es am besten zügig laufen sollte. Offen gestanden bin ich nicht gerade ein geduldiger Mensch. Aber ich bin auch jemand, der sich schnell für eine Sache begeistern kann. Und es warteten viele Aufgaben auf mich, die teilweise herausfordernd und teilweise auch schwierig zu gestalten waren. Die wirtschaftlichen Startbedingungen jedoch waren optimal. DATEV war und ist ein top geführtes Unternehmen und Marktführer auf dem Kanzleimarkt. Seitdem ich mein Büro bei DATEV das erste Mal betreten habe, ist viel passiert – und wir haben gemeinsam viel geschafft. So haben wir im Geschäftsjahr 2018 erstmals die Umsatzmilliarde übersprungen, das stärkste absolute Wachstum der zurückliegenden zehn Jahre. Die fortschreitende Digitalisierung der betriebswirtschaftlichen Prozesse – etwa bei der Buchführung, der Bilanzierung und der Steuerdeklaration – sorgt nach wie vor für eine steigende Nachfrage nach Software-Produkten und Cloud-Lösungen. Wir wachsen gemeinsam – mit Ihnen und für Sie als unsere Mitglieder sowie Kundinnen und Kunden. Auch deshalb stellen wir weiterhin Fachkräfte und Berufseinsteiger ein, 2020 überschritt die Zahl der Beschäftigten bei DATEV erstmals die Schwelle von 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der genossenschaftliche Gedanke bei DATEV dient uns und mir als Fixpunkt, um zu definieren, was uns antreibt und wohin wir wollen. Und eigentlich ist dieses Ziel ganz einfach zu umschreiben: Sie als unsere Kunden sollen dauerhaft zufrieden sein. Damit das aber so ist und bleibt, müssen wir immer wieder hinterfragen, wohin die Reise gehen soll und wer uns dabei zur Seite stehen kann. Aus diesem Grund haben wir die Ökosystem- und Partnerstrategie entwickelt. Wir wollen das digitale DATEV-Ökosystem weiter aufbauen und digitale Plattformgeschäftsmodelle etablieren, um die Herausforderungen der Unternehmen anzugehen und unsere Mitglieder zu fördern.

Auf dem Weg in die Cloud

Ein weiterer zentraler Aspekt, der mich und uns nicht nur in der Retrospektive beschäftigt, ist der Wandel unseres Portfolios zu einer neuen Produktwelt. Wir wollen als Genossenschaft gleichermaßen den Markt gestalten und vernetzen – und das gelingt am besten, wenn wir den Fokus auf Cloud-basierte Lösungen richten. Entscheidend ist, dass wir dabei unsere Mitglieder und Kunden nicht aus dem Blick verlieren und den Schwerpunkt auf die zahlreichen Vorteile legen, die sich dadurch für Sie erschließen – zum Beispiel bessere Möglichkeiten zur Zusammenarbeit, mehr Flexibilität, intelligente Datenauswertungen und die Integration in vorhandene Ökosysteme. Dies alles zeigt, dass wir agil, flexibel und schnell reagieren können – und das müssen wir auch, wenn wir zukunftsfähig sein wollen. Als modernes Unternehmen und als Genossenschaft müssen wir stets die Augen offen halten und überprüfen, ob die grundsätzliche Ausrichtung noch stimmt. Dass wir dies umsetzen können, habe ich in den vergangenen Jahren immer wieder positiv erfahren dürfen. Ein herausragendes Beispiel dafür war unser Transformationsprojekt „Fit für die Zukunft“, das wir etabliert haben, um schneller Produkte entwickeln und uns schneller auf sich verändernde Umweltbedingungen einstellen zu können.  

Wandel in den Köpfen

Wer Veränderung wahrnimmt und darauf reagieren muss, sollte sich aber auch selbst im Blick haben. In der Rückschau auf meine Zeit bei DATEV glaube ich, dass das Unternehmen vor einem Jahrzehnt noch sehr hierarchisch geprägt war. Hier haben wir es geschafft, auch eine Veränderung in den Köpfen anzustoßen – und ich nehme mich selbst dabei nicht aus. Dieser Kulturwandel bei DATEV drückt sich in vielen Facetten aus: in einem kooperativen Führungsstil, in neuen Bürokonzepten wie dem Activity Based Working und in der Gründung vom DATEV Lab als Ideenschmiede des Unternehmens. Die vergangenen Monate, die geprägt waren von der Corona-Pandemie, haben mir noch einmal veranschaulicht, wie zentral die Stellung unseres Berufsstands für den deutschen Mittelstand ist – und wie wichtig es ist, dass wir hier den Unternehmen unterstützend und beratend zur Seite stehen. DATEV liefert dafür das Fundament. Wir können und wollen weiter der Wegbereiter für die digitalen Geschäftsmodelle unserer Mitglieder und die kaufmännischen Prozesse des Mittelstands sein. Gerade in diesen schwierigen Zeiten stelle ich fest, dass nicht nur der Rückblick positiv ist. Jede und jeder bei DATEV arbeitet täglich daran, dass diese Visionen Wirklichkeit werden. Und das ist doch eine gute Basis für die nächsten gemeinsamen Jahre.

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Zum Autor

Dr. Robert Mayr

Diplom-Kaufmann, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater
CEO der DATEV eG; Die Genossenschaft gehört zu den größten Softwarehäusern und IT-Dienstleistern in Deutschland.
Seine Themen: #DigitaleTransformation, #DigitalLeadership, #Plattformökonomie und #BusinessDevelopment.
Seine These: „Die digitale Transformation ist keine Frage des Könnens, sondern des Wollens“

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