- 20. Oktober 2014

Cloud-Lösungen für Steuerberater in der Diskussion

Aus Kanzleien, die ihre IT in eine Cloud verlagert haben, höre ich viel Gutes: spart Zeit, reduziert den Aufwand, hilft dabei, sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren. Von denjenigen, die einer solchen Lösung skeptischer gegenüberstehen wiederum hört man viel Schlechtes: zu langsam, zu unsicher oder zu teuer. Das Thema jedenfalls polarisiert ein wenig und stößt…

ASP-Server im RechenzentrumDeswegen haben wir vor einiger Zeit in unserer XING-Gruppe eine Diskussion zur DATEV-Cloud gestartet, in der wir einerseits die Mitglieder zum Erfahrungsaustausch anregen wollten und andererseits aufkommende Fragen durch einen kompetenten DATEV-Experten beantworten ließen. Ich gebe gerne zu von der Diskussionsbereitschaft der Gruppenteilnehmer selbst etwas überrascht worden zu sein. Dass die Diskussion so gut lief, ist sicher auch Ingo Dietrich von der DATEV zu verdanken, der die vielen, zum Teil sehr detaillierten, Fragen kenntnisreich zu beantworten wusste. Er ist bei uns im Haus Produktmanager für Strategie und Vermarktung der DATEVcloud Software und kennt das Produkt entsprechend gut.

Deswegen konnte Ingo Dietrich auch verständlich darlegen, worin die Unterschiede zwischen einer eher offenen, mehr Spielräume lassenden ASP-Lösung und einer standardisierten DATEVcloud Software liegen. Ob, und wenn ja wo im Rechenzentrum der DATEV auch die Software anderer Hersteller ein Plätzchen findet. Oder auch die spannende Frage beantworten: Wenn man schon anfängt mit der Cloud, ob man dann nicht auch gleich die Bilder vom iPhone dazu packen kann. Bei aller Liebe zur Cloud ist für viele die Erreichbarkeit derselben ein oft entscheidender Faktor. Dabei spielt die Relevanz der Bandbreite, mit der sich die Anwender einwählen, aufschalten oder verbinden (können) mindestens eine ebenso große Rolle, wie die Angst davor sein Allerheiligstes einem anonymen Rechenzentrum anvertraut zu haben, das – aus welchen Gründen auch immer – einmal nicht mehr zu erreichen sein könnte. Wobei ich persönlich tatsächlich meine Daten bedenkenlos in einem DATEV-Rechenzentrum aufbewahren lassen würde.

Verkabelung im RechenzentrumLast but not least: Die Kosten. Ist es denn nun wirklich billiger alles auszulagern, wie kann man das überhaupt sinnvoll berechnen? Gibt es Fälle, in denen der gute alte Kanzleiserver neben dem Kühlschrank doch die geeignetere Cloud ist. Ich kann hier im Blog die Diskussion in der Gruppe nur grob skizzieren. Ich empfehle aber jedem, der sich derzeit mit diesem Thema beschäftigt oder sich überlegt in die DATEV-Cloud zu gehen, die Debatte direkt in unserer Gruppe nachzulesen. Ist etwas länger geworden als sonst. Sie werden aber viele wertvolle Infos finden. Versprochen!

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Dietmar Zeilinger

Redaktion DATEV magazin

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