Die beliebte Büroanwendung Microsoft Office wird von der europäischen Datenschutzbehörde bemängelt. Die Software Office 356 sei nicht konform mit der europäischen Datenschutzgrundverordnung.

In Europa ist Datenschutz ein wichtiges Gut. Wer gegen den europäischen Datenschutz verstößt, dem drohen hohe Strafen. So können internationale Unternehmen bei einem Regelverstoß mit bis zu vier Prozent ihres weltweiten Jahresumsatzes belangt werden. Diese Gefahr drohe aktuell allen Konzernen, die Office 356 nutzen wie BR24 meldet. Zu der Anwendung zählen die populären Programme Word, Excel, PowerPoint oder Teams.  

Es herrscht Unsicherheit über die Verarbeitung der Nutzerdaten durch Microsoft 

Derzeit wird aus den Geschäftsbedingungen nicht klar, welche Daten Microsoft von den Office-Anwendern ausliest und wie das Unternehme diese weiterverwendet. Wer versuche, das nachzuvollziehen, werde scheitern, sagt der bayerische Datenschutzbeauftragte Thomas Petri gegenüber BR24. Petri kümmert sich um den Datenschutz an öffentlichen Einrichtungen, zu denen auch Schulen gehören. Die Bildungseinrichtungen sind auch von der Ungewissheit der Office-Software betroffen.  

Für den Datenschutz in Unternehmen in Bayern ist Petris Kollege Michael Will zuständig. Will sieht die Situation weniger dramatisch als sein Kollege. Er hofft auf eine Einigung mit Microsoft und nicht auf ein Verbot der Software. Die Unternehmen sollen Office so konfigurieren, dass es möglichst wenige Daten abgreift, rät Will laut BR24. Aufgrund der vagen Empfehlung, ist das nicht leicht für Unternehmen und Betriebe umzusetzen. 

Bildquelle: Microsoft

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