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Die Anwender profitieren

Kontinuierliche Softwareauslieferung

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Wie DATEV mittels agiler Ent­wick­lung Soft­ware ver­bes­sert und schneller ausliefert.

DATEV Unternehmen online erhält derzeit ein neues Design mit neuer Startseite, ver­bes­ser­tem Überblick und Schnelleinstiegen zu den wichtigsten Prozessen. Der Clou: Die Än­de­run­gen werden seit Oktober 2018 nach und nach integriert und jeweils sofort an die Kunden ausgeliefert. Ende 2019 soll das neue Design komplett für alle Anwendungen und damit für alle Anwender verfügbar sein.

„Heutzutage ist es üblich, dass die Auslieferung einer neuen Software bereits beginnt, wenn die ersten Anwender davon profitieren“, sagt Jürgen Grabert, Entwicklungschef für Cloud-Lösungen bei DATEV. Die noch fehlenden Funktionen würden dann nach und nach ergänzt und weitere Anwender könnten die Software nutzen, so der Experte.

Die klassische Softwareentwicklung ist ein gradliniger Prozess. Zuerst wird geplant und analysiert, an­schließend entwickelt, integriert und getestet. Wenn das neue Produkt fertig ist, wird es an die Kunden ausgeliefert. Ein Problem dabei: Kunden­feed­back erhalten die Entwickler erst in der Testphase, also sehr spät. Bei umfangreichen Pro­gram­men kann zudem von der Planung bis zur Freigabe geraume Zeit vergehen – eine Zeit, in der An­wen­der­be­dürf­nisse, gesetzliche Rah­men­be­din­gun­gen und technische Möglichkeiten sich parallel weiter­ent­wickeln.

Schnelles Reagieren auf Kundenfeedback

In der agilen Softwareentwicklung dagegen wird in kleinen Teams laufend analysiert, entwickelt und getestet, es werden kontinuierlich Verbesserungen oder Neuerungen integriert und an die Kunden geliefert. Ein neues Produkt wird sehr früh ver­öf­fent­licht und dann zusammen mit den Kunden weiter­ent­wickelt. Auf Feedback und veränderte An­for­de­run­gen kann so flexibel und schnell reagiert werden. Das bringt schnellen Nutzen für viele Anwender. Die Leiterin für Pro­dukt­ma­nage­ment und Service Rechnungswesen, Michaela Wölfel, erläutert das am Beispiel von Unternehmen online: „Nur einige wenige Unter­neh­men nutzen den vollen Funk­tions­um­fang von Unternehmen online. Was für einen Power-User und die meisten Anwender in der Kanzlei noch nicht ausreicht, ist für viele Unter­neh­men bereits mehr als genug. Diese Zielgruppe kann deshalb schon viel früher vom neuen Design profitieren.“

Die Softwareentwickler selbst sind ebenfalls angetan. „Auch wir profitieren von einem zunächst noch kleinen Funktionsumfang. Probleme in der Bedienung können wir dann einfacher kor­ri­gieren, ohne dass gleich 300.000 Anwender davon betroffen sind“, betont Jürgen Grabert.
Unter dem Strich steht eine schneller ausgelieferte und qualitativ bessere Software, die letzt­end­lich alle wichtigen Anwendungsszenarien abdeckt.

Auch bei Unternehmen online wird weiter kon­ti­nuier­lich ausgeliefert. „Veränderte Prozesse erreichen die Anwender in kleinen Portionen. Das schafft Ak­zep­tanz und ist einfacher zu bewältigen – für alle Beteiligten“, sagt Michaela ­Wölfel.

Fotos: Andrew_Rybalko / Getty Images

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