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Daten an Banken digital senden

Digitaler Finanzbericht

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Seit April 2018 können Steuer­be­rater mit­hilfe des von DATEV unter­stütz­ten Di­gi­ta­len Finanz­berichts Bilanzen und Ein­nahmen-Über­schuss-Rech­nungen direkt an die Banken und Spar­kassen ihrer Man­dan­ten über­mitteln. Der Steuer­be­rater Marco Hess freut sich im Inter­view über den ein­heit­lichen di­gi­ta­len Work­flow.

Was hat Sie veranlasst, den Digitalen Finanzbericht einzuführen?

Wir sind immer an digitalen modernen Lösungen interessiert und wollen diese mög­lichst bald nutzen. Deshalb waren wir bereits seit Beginn der Pilotphase im Juni 2017 dabei. Indem wir zunehmend di­gi­ta­li­sieren, verbessern wir unsere Arbeits­ab­läufe.

Wann bewährt sich für Sie diese Form der digitalen Dateneinreichung?

Bei allen Mandanten, die Jahresabschlussdaten an die Bank liefern müssen. Zuvor sind die Bilanzen in Papier oder als E-Mail mit PDF-Anhang – natürlich ver­schlüsselt – rausgegangen.

Für wie viele Ihrer Mandanten nutzen Sie den Digitalen ­Finanzbericht und wie finden das Ihre Mandanten?

Mittlerweile nutzen wir ihn bei allen Mandanten, bei denen teilnehmende Banken Jahres­ab­schluss­daten anfordern. Da die Mandanten generell die Ein­wil­ligung zur Übermittlung bei uns unterschreiben müssen, informieren wir sie teilweise auch direkt über diese neue Möglichkeit. Dabei sehen es die Mandanten eher neutral, denn es macht für sie keinen Unterschied, wie die Daten an die Banken kommen.

Wie haben Sie diese Mandanten ausgewählt?

Wenn Daten an die Bank übertragen werden müssen, dann ist dieser Mandant ein Kandidat für den Digitalen Finanzbericht. Das ist bei Dar­le­hens­ver­trägen oder Konto­korrent­ver­ein­ba­rungen der Fall.

Was sagen die Banken dazu?

Die Banken sind begeistert, da sie eine Zeitersparnis haben im Bereich der Daten­ein­gabe. Die Daten fließen direkt in deren Systeme zur Bewertung des Man­dan­ten und für das Rating. Hier ist keine manuelle Eingabe von PDF oder Papier mehr nötig.

Wo sehen Sie die Vorteile für sich?

Die Vorteile für uns liegen in einem einheitlichen digitalen Workflow bei der Jahres­ab­schluss­er­stel­lung. Mit dem Assistenten ist die Übermittlung an die Bank beendet und wir müssen kein Papierexemplar an die Bank leiten oder eine separate E-Mail mit PDF Anhang.

War diese neue Form der Einreichung von Jahresabschlussdaten für Sie Anlass, Ihr Dienst­leis­tungs­angebot zu erweitern?

Wir haben das zuvor ebenfalls für unsere Mandanten gemacht. Insoweit haben wir unser Angebot nicht erweitert, sondern nur etwas verändert.

Sehen Sie noch andere Anwendungsszenarien?

Es wäre wünschenswert, wenn die Banken auf dem selben Weg Daten an die Kanzlei zurück­über­tragen würden, wie zum Beispiel Umsätze aus laufenden Dar­lehens­ver­trä­gen des Mandanten, die wir als Kanzlei in die aktuelle Finanz­buch­füh­rung über­neh­men könnten.
Einige meiner Mandanten müssen regelmäßig betriebswirtschaftliche Auswertungen bei ihrer Bank abgeben. Es wäre gut, wenn dieser Weg auch hierfür verwendet werden könnte.

Die Aussage, der Digitale Finanzbericht beschleunige Kreditverfahren steht dabei immer im Raum. Was sind Ihre ­Erfahrungen dazu?

Die Bank ist schneller in der Lage, sich ein genaues Bild der wirtschaftlichen Lage des Unter­nehmens zu machen, da detailliertere Daten im System zur Verfügung stehen. Vorher haben die Banken sie zum Teil händisch erfasst. Insoweit kann ich das schon bestätigen.

 
 
 
 

MARCO HESS, Steuerberater und Rechtsanwalt

 
 
 

Fotos: Reinhardt & Sommer, Potsdam; Marco Hess

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