Verschlüsselte WhatsApp-Nachrichten - 22. April 2016

Wer liest mit?

von Gastautor

Können Berufsträger WhatsApp jetzt bedenkenlos nutzen? In den letzten Tagen habe ich von einigen meiner Kunden genau diese Frage hoffnungsvoll gestellt bekommen. Schließlich kann sich der Steuerberater damit hip und modern aufstellen und den Mandanten einen direkten Draht anbieten. Doch für eine berufsrechtlich geschützte Kommunikation reicht es noch nicht. Der sicherste Weg ist weiterhin auf…

Endlich eine sichere Verschlüsselung! Das haben sich definitiv viele Nutzer des beliebten Massengers (weltweit über eine Milliarde Nutzer) letzte Woche gedacht, als sie die Nachricht bekommen haben, dass ab sofort jede Kommunikation per WhatsApp Ende-zu-Ende-verschlüsselt wird. Einfacher geht es nicht: Die Kommunikationspartner müssen nichts weiter tun, als die aktuelle Version zu installieren und schon werden alle Inhalte geschützt. Nicht einmal WhatsApp selbst hat mehr Zugriff. Klingt zu schön, um wahr zu sein. Das vereinfacht auch Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern und Rechtsanwälten den Kontakt mit ihren Mandanten, oder?

Leider ist es so einfach nicht.

Über den Autor:

Bernd Bosch ist Rechtsassessor und vom TÜV Rheinland zertifizierter Datenschutzauditor. Er ist seit 1998 bei DATEV tätig und seit 2010 Berater zu Datenschutz- und IT-Sicherheitsthemen im DATEV-Consulting und dabei u.a. Datenschutzbeauftragter für Kanzleien und Mandantenbetriebe.

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