- 22. August 2025

Kanzleiwert ermitteln: Objektive Analyse und strategische Entscheidungsgrundlage 

Ob Verkauf, Fusion oder strategische Neuausrichtung: Eine fundierte Kanzleibewertung schafft Klarheit – und eröffnet neue Perspektiven für Kanzleiinhaberinnen und Kanzleiinhaber.

Stehen richtungsweisende Entscheidungen an, schlägt die Stunde der Kanzleibewertung. Sie kann in verschiedenen Situationen von Nutzen sein: Sei es im Rahmen einer Strategieentwicklung, vor Veränderungen wie Verkauf, Kauf, Partnerwechsel oder zur Identifikation von Anhaltspunkten für eine zielgerichtete Wertsteigerung. 

Mehr wissen. Besser entscheiden.  

Die Kanzleibewertung schafft eine fundierte Basis für alle, die ihre Kanzlei aktiv weiterentwickeln und wirtschaftlich zukunftsfest aufstellen möchten. Sie macht den tatsächlichen Wert sichtbar und zeigt, wie zukunftsfähig eine Kanzlei aufgestellt ist – denn der emotionale Wert weicht oft vom realistischen Marktwert ab.Eine systematische Bewertung schafft Transparenz und zeigt, wie wirtschaftlich tragfähig und zukunftssicher eine Kanzlei aufgestellt ist.   

Zahlen, Daten, Fakten – und ein valider Wert 

Die Bewertung einer Kanzlei erfolgt bei DATEV rein datenbasiert – nach dem etablierten Multiplikator-Verfahren. Zunächst wird der bereinigte nachhaltig zu erwartende Umsatz ermittelt. Anschließend erfolgt anhand festgelegter Kriterien und Checklisten die Ermittlung des Multiplikators. Vier Bereiche dienen dabei als Orientierung: Finanzen, Mandanten, Mitarbeiter und Prozesse. Eine Durchschnittskanzlei entspricht dabei 100 % des bereinigten Umsatzes. Durch den Multiplikator kommen entsprechende Zu- oder Abschläge auf den Wert zum Tragen.  

Der große Vorteil: Das rein datenbasierte Verfahren bietet eine marktgerechte Einordnung (Vergleichbarkeit), die das Herleiten des Wertes nachvollziehbar (Transparenz) und unabhängig vom Durchführenden macht (Objektivität). 

Geringer Aufwand – klarer Mehrwert

Der Zeitaufwand für die Kanzlei ist überschaubar: Insgesamt dauert die Kanzleibewertung  eineinhalb bis zwei Tagen, aufgeteilt in drei Schritte:  

  1. Datensammlung und -bereitstellung: Der größte Aufwand entfällt auf das Zusammenstellen der für die Bewertung erforderlichen Finanz- und Unternehmensdaten (ca. ein Tag). 
  1. Qualitatives Interview: In einer großen oder mehreren kleinen Sitzungen werden offene Fragen zur Plausibilität, zu Sondereffekten oder speziellen Kanzleistrukturen geklärt (ca. 3-4 Stunden). 
  1. Ergebnispräsentation: Zum Abschluss wird der Bewertungsbericht gemeinsam mit einem Experten besprochen (ca. 3-4 Stunden). 

Kanzleibewertung durch DATEV: minimaler Einsatz, fundiertes Ergebnis 

Zum Abschluss der Kanzleibewertung erhält der Kanzleiinhaber einen konkreten Kanzleiwert in Euro, einen rund 25-seitigen Bewertungsbericht sowie eine Präsentation der Ergebnisse. Der detaillierte Bewertungsbericht basiert auf dem  IDW S1- Standard „Firmenbewertung“ und enthält eine umfassende Analyse, unterstützt durch Grafiken und Tabellen, die die Herleitung des Kanzleiwerts nachvollziehbar darstellt. Die Ergebnispräsentation erfolgt in der Regel online, auf Wunsch auch vor Ort. Die Kanzleibewertung mit DATEV liefert nicht nur einen Wert – sie  kann auch Startschuss für Veränderung und strategischen Fortschritt sein.  

Fallbeispiel: Wie eine Kanzleibewertung zum Startschuss für Kanzleientwicklung wurde 

Ein Beispiel aus der Praxis zeigt, wie die DATEV-Beratung bei Fusionen unterstützen und simultan einen Beitrag zur Performancesteigerung leisten kann. Eine Steuerberaterin (Kanzlei A) entschloss sich, sich nach dem Auszug ihrer Kinder mit frischem Elan beruflich neu auszurichten. In diesem Zuge erwog sie eine Fusion mit drei Berufskollegen (Kanzlei B), um Synergien zu nutzen und die Entwicklung ihrer Kanzlei zu beschleunigen. 

Ziel der geplanten Bewertung  war es, eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu schaffen: Passen die beiden traditionell geprägten, im ländlichen Raum ansässigen Kanzleien zueinander? Welche Anteilsverhältnisse wären angemessen? Und spiegelt der Kanzleiumsatz den tatsächlichen Kanzleiwert wider? 

Auch wenn die Fusion letztlich aus persönlichen Gründen nicht umgesetzt wurde, setzte die Bewertung eine bemerkenswerte Veränderungsdynamik in Kanzlei A in Gang. Es folgten umfassende Investitionen und strategische Weiterentwicklungen. Vier Jahre später bestätigte eine erneute Kanzleibewertung eindrucksvoll den Erfolg dieser Maßnahmen: In allen vier Bewertungsbereichen erzielte Kanzlei A Spitzenwerte. Die Kanzleibewertung hatte als eine Art Kompass gedient und Richtung und Struktur gegeben.  

Fazit 

Die Kanzleibewertung mit DATEV schafft mithilfe des transparenten, objektiven und Vergleiche ermöglichenden Multiplikator-Verfahrens Klarheit und Sicherheit über den aktuellen Wert einer Kanzlei – bei überschaubarem Zeitaufwand. Sie dient nicht nur als fundierte Basis für Kauf-, Verkaufsgespräche sowie die Nachfolgeplanung, sondern liefert bereits Jahre vor einem möglichen Verkauf wertvolle Impulse zur gezielten Wertsteigerung. Auch als Instrument zur Erfolgskontrolle bereits umgesetzter Maßnahmen ist sie wertvoll.  

Kurzum: Die Kanzleibewertung mit DATEV ist ein strategischer Kompass –  kurzfristig als auch langfristig.   

Grenzen der Kanzleibewertung 

DATEV unterstützt nicht aktiv bei der Suche nach einer Nachfolge oder bei der Preisfindung. Es gibt jedoch zwei Möglichkeiten, um einen geeigneten Nachfolger beziehungsweise Käufer zu finden: 

  • Regionale Veranstaltungen zur Nachfolge: Hier kann gezielt Kontakt zu potenziellen Nachfolgern hergestellt werden. Sprechen Sie hierzu gerne Ihren DATEV-Kundenverantwortlichen an.