Buchvorstellung: „Digitalisierung in steuerberatenden Kanzleien“ von Christian Wenzel - 8. November 2017

Halten Sie durch!

Ausdauer ist wichtig, wenn Kanzleien mit der Digitalisierung von Buchführungen beginnen. Erst wenn 20 Prozent der Buchführungen digital sind, wird die Sache effizient. Das ist das Kernergebnis der Studie von Christian Wenzel, der mehr als 680 Kanzleien befragt und die Ergebnisse und Schlussfolgerungen in seinem neuen Buch „Digitalisierung in steuerberatenden Kanzleien“ veröffentlicht hat. Das Werk…

Das Tal der Tränen

Laut Studie tauschen mehr als die Hälfte der befragten Kanzleien Belege mit ihren Mandanten noch immer mittels Pendelordner aus. Daran zeigt sich, so der Autor, dass viele Kanzleien die Vorteile der digitalen Buchführung in ihrer vollen Tragweite noch nicht erkannt haben.

Wenn Kanzleien dann mit der Digitalisierung beginnen, beispielsweise, weil die Mandanten drängen, können sie nicht damit rechnen, sofort effizient zu arbeiten. Die Übung fehlt. Der Autor empfiehlt deshalb, zuallererst die eigene Kanzlei-Buchführung digital zu erledigen. Mit den so gewonnenen Erfahrungen ließen sich auch die Mandanten-Buchführungen leichter umstellen.

Ist das Tal der Tränen durchschritten und die Quote von 20 Prozent an digitalisierten Buchführungen erreicht, bewerten die Kanzleien die Vorteile und Chancen der Digitalisierung als absolut zutreffend und messen den Nachteilen und Risiken wenig bis keine Bedeutung mehr bei. Christian Wenzels Schlussfolgerung: „Für die Steuerberatungskanzleien ist es wichtig, bis zum Erreichen dieser kritischen Masse durchzuhalten.“

Der Buchautor

Nach seiner Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel und einer Weiterbildung zum geprüften Handelsfachwirt studierte Christian Wenzel Betriebswirtschaftslehre an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm. Er ist seit 2015 bei DATEV eG angestellt und derzeit Assistent des Leiters „Beratung und Schulung Rechnungswesenprozesse“.

Zum Autor

Klaus Meier

Redaktion DATEV magazin

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