Bundesregierung, Mitteilung vom 28.01.2026
Damit die deutsche Wirtschaft wieder stärker wächst, will die Bundesregierung ihren Reformkurs fortsetzen. Mit Investitionen und ersten Entlastungen zeichnet sich eine leichte Erholung ab. Lesen Sie hier die wichtigsten Informationen aus dem Jahreswirtschaftsbericht.
Das Kabinett hat den Jahreswirtschaftsbericht beschlossen. Er zeigt zentrale Investitionen und Entlastungen der Bundesregierung, welche Reformen geplant sind sowie die Wachstumsprojektion für das laufende Jahr. Das Ziel der Bundesregierung ist es, die deutsche Wirtschaft und den Standort Deutschland wieder auf Wachstumskurs bringen. Dazu bedarf es vor allem entschiedener struktureller Reformen.
Mit dem Jahreswirtschaftsbericht stellt die Bundesregierung dem Deutschen Bundestag und dem Bundesrat im Januar die gesamtwirtschaftlichen Orientierungsdaten für das laufende Jahr zur Verfügung – gemäß § 2 des Gesetzes zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft.
Wirtschaft nimmt langsam wieder Fahrt auf
2025 stieg das Wirtschaftswachstum erstmals nach seit zwei Jahren wieder leicht um 0,2 Prozent. Für 2026 geht die Bundesregierung von einem Wachstum von 1,0 Prozent des realen BIPs aus. Das ist ein wichtiges Signal nach der Stagnation der vergangenen Jahre, aber noch keine durchgreifende Trendwende. Denn dieses Wachstum wird vor allem getragen von den staatlichen Investitionen in die Modernisierung der Infrastruktur. Dazu kommen deutliche Entlastungen, etwa durch bessere Unternehmensabschreibungen und sinkende Energiekosten.
Dagegen werden vom deutschen Außenhandel weiterhin keine Wachstumsimpulse erwartet. Denn die wichtigen exportorientierten deutschen Wirtschaftsbranchen stehen angesichts der schwierigen geopolitischen Lage und handelspolitischen Unsicherheiten weiter unter erheblichen Druck. Um im verschärften internationalen Wettbewerb wieder stark zu werden, braucht die deutsche Exportwirtschaft dringend Reformen am Standort Deutschland.
Reformen für Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltiges Wachstum
Die Bundesregierung setzt ihren Reformkurs fort, um Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand zu sichern:
- Geplant ist überbordende Bürokratie zurückbauen: mit einem konkreten Plan für Bürokratieentlastungen in Milliardenhöhe, mit der Modernisierungsagenda und der Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren.
- Mit der Hightech Agenda Deutschland fördert die Bundesregierung zentrale Zukunftsinnovationen. Mit dem Deutschlandfonds sollen private Investitionen mobilisiert werden.
- Energiekosten sollen weiter sinken. Für strom- und handelsintensive Wirtschaftsbranchen soll dies mit einem Industriestrompreis und der Ausweitung der Strompreiskompensation geschehen.
- Die Aktivrente, die reformierte Grundsicherung und eine erleichterte reguläre Fachkräfteeinwanderung sollen das Arbeitsangebot ausweiten.
- Mit den geplanten Reformen der Sozialsysteme sollen höhere Belastungen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern begrenzt werden.
Internationale Handelsbeziehungen stärken
Um die deutsche und europäische Wirtschaft zu stärken, wird die Bundesregierung zudem die Diversifizierung der Handelsbeziehungen weiter vorantreiben.
Die Europäische Union hat das Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten unterzeichnet. Sie hat sich mit Indien auf ein weiteres Abkommen geeinigt. Beide Vereinbarungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Erschließung neuer Märkte und zur Vertiefung verlässlicher Partnerschaften.
Quelle: Bundesregierung