BMWE, Pressemitteilung vom 06.11.2025
Im September ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe gestiegen. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes lag sie preis-, kalender- und saisonbereinigt 1,3 Prozent über dem Vormonat; im August war sie vor allem in Folge einer Sonderentwicklung in der Automobilindustrie (Werksferien) um 3,7 Prozent gefallen.
Die Industrieproduktion legte im Vormonatsvergleich um 1,9 Prozent zu, wobei, insbesondere die Produktion von Investitionsgütern (+3,8 Prozent) kräftig ausgeweitet wurde. Auch die Energieproduktion entwickelte sich mit +1,3 Prozent positiv, während die Produktion im Bau rückläufig war (-0,9 Prozent). Das Produzierende Gewerbe liegt im September insgesamt mit kalenderbereinigt -1,0 Prozent aber weiter unter dem Vorjahreswert.
Innerhalb der Industrie verzeichnete vor allem die Kfz-Produktion einen kräftigen Zuwachs von +12,3 Prozent. Auch die Produktion von Datenverarbeitungsgeräten und optischen Erzeugnissen (+5,1 Prozent) sowie von pharmazeutischen Produkten (+3,6 Prozent) erhöhten sich spürbar. Im gewichtigen Maschinenbau fiel die Produktion allerdings (-1,1 Prozent), ebenso in der Metallerzeugung und -bearbeitung (-3,8 Prozent), in der Gummi- und Kunststoffwarenindustrie (-2,7 Prozent) sowie bei der Reparatur und Installation von Maschinen (-2,3 Prozent). Im Bau-Sektor ging der Hochbau mit 2,2 Prozent zurück, während der Tiefbau etwas zunahm (+0,8 Prozent).
Im Quartalsvergleich zeigt sich der Trend weiterhin schwach. Im dritten Quartal liegt die Produktion im Produzierenden Gewerbe um 0,8 Prozent unter dem Wert des Vorquartals. Die Industrieproduktion gab um 0,9 Prozent nach, das Baugewerbe um 0,6 Prozent. Dem gegenüber entwicklelte sich die Energieproduktion mit +0,5 Prozent im dritten Quartal erneut positiv.
Der deutliche Produktionsrückgang im August, der durch Sondereffekte infolge ungewöhnlich später Werksferien in der Automobilindustrie geprägt war, konnte mit dem jüngsten Zuwachs nicht aufgeholt werden. Im Trend bleibt das Produzierende Gewerbe damit weiterhin schwach, insbesondere in energieintensiven Sektoren wie der Chemie-, Glas/Keramik- und Papierindustrie, die weitgehend stagnieren oder Produktionsrückgänge vermelden. Die Erholung der Industrieproduktion im September kann somit nicht als Anzeichen für eine grundlegende Trendwende gewertet werden.
Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie