BMWE, Pressemitteilung vom 25.11.2025
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) hat die Förderung innovativer Gründungsvorhaben im exist-Programm spürbar entbürokratisiert. Mit den aktuellen Anpassungen und der heute veröffentlichten IP-Dealdatenbank setzt das Ministerium wichtige Impulse für eine zeitgemäße, praxisnahe und gründungsfreundliche Förderlandschaft.
Gründerinnen und Gründer brauchen keine komplizierten Formulare und Antragsverfahren, sondern klare Prozesse und schnelle Entscheidungen. Wir wollen mit schlankeren Verfahren bei exist Maßstäbe für eine moderne, digitale Förderpolitik setzen. Unser Ziel ist es, ein Umfeld zu schaffen, in welchem innovative Teams noch schneller ihre Geschäftsideen zur Marktreife bringen können.
Parlamentarische Staatssekretärin und Mittelstandsbeauftragte Gitta Connemann MdB
Die konkreten Verbesserungen im Überblick:
- Digitalisierung: Mit dem Wegfall des Schriftformerfordernisses kann die Antragstellung nun vollständig digital erfolgen. Auch Bescheide werden digital ausgestellt und übermittelt. Dies spart Zeit und beschleunigt die Bearbeitung durch die zuständigen Stellen.
- Weniger Antragsunterlagen: Beim exist-Gründungsstipendium wurde die Anzahl der Antragsformulare halbiert. Der notwendige Umfang des Ideenpapiers wurde deutlich reduziert. Dies vereinfacht den Aufwand bei den Gründerinnen und Gründern und ermöglicht einen niederschwelligeren Zugang zum Programm.
- Mehr Pauschalen: Sachmittel können im exist-Gründungsstipendium und bei exist Women pauschal beantragt und abgerechnet werden. Einzelne Ausgabenbelege müssen nicht mehr eingereicht werden. Dies vereinfacht den administrativen Aufwand bei der Umsetzung der Projekte.
- Vereinfachte Projektdurchführung: Die Auflagen und Meilensteine während der Projektlaufzeit wurden in den Förderlinien exist-Gründungsstipendium und exist-Forschungstransfer reduziert. Bei den Hochschulen und Gründungsteams verringert sich dadurch der Dokumentationsaufwand erheblich.
- Transparente Kommunikation: Eine neue, benutzerfreundliche Webseite und eine klare Kommunikation der Anforderungen tragen dazu bei, dass Gründerinnen und Gründer die notwendigen Schritte zum Erhalt der Förderung schneller verstehen.
- Neue IP-Dealdatenbank: Viele wissenschaftsbasierte Gründungen benötigen den Zugriff auf z. B. Patente, die bei Hochschulen liegen. Eine vom BMWE beauftragte und von der Technischen Universität Berlin umgesetzte IP-Dealdatenbank soll zur Transparenz in der Bewertung von Schutzrechten und Know-how beitragen. Auf diese Weise entsteht bereits in einer frühen Phase ein besseres Verständnis für den Wert geistigen Eigentums, was Verhandlungen effizienter gestaltet und den Weg für eine schnellere Anschlussfinanzierung ebnet. Der bisher zeitaufwändige Prozess der IP-Übertragung soll durch die Datenbank beschleunigt werden.
Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie