Arbeitskräfteerhebung - 5. Oktober 2020

44,3 % der Beschäftigten 2019 seit zehn Jahren beim aktuellen Arbeitgeber

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 02.10.2020

Im Jahr 2019 waren 44,3 % der Beschäftigten seit mindestens zehn Jahren bei ihrem aktuellen Arbeitgeber beschäftigt. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, waren 2009 noch 47,5 % seit mindestens zehn Jahren beim gleichen Arbeitgeber beschäftigt. 2019 waren 19,1 % der Beschäftigten seit fünf bis zehn Jahren am gleichen Arbeitsplatz tätig, gut ein Drittel (36,6 %) seit weniger als fünf Jahren. Diese und weitere Ergebnisse zur Qualität der Arbeit stehen auf der Internetseite des Statistischen Bundesamtes in einem erweiterten Angebot zur Verfügung.

Am Arbeitsplatz verbringen Beschäftigte viele Stunden des Tages – oft mehr Zeit, als für Familie und Freizeit übrigbleibt. Im Jahr 2019 arbeiteten Vollzeiterwerbstätige durchschnittlich 41 Stunden pro Woche. Dabei arbeiteten 9,7 % der Vollzeiterwerbstätigen regelmäßig sogar mehr als 48 Stunden pro Woche. Dies gilt als überlange Arbeitszeit. Männer sind mit 11,7 % etwa doppelt so häufig betroffen wie Frauen (5,8 %). Generell gilt: je älter, desto länger die Arbeitszeiten. Während 1,5 % der Vollzeiterwerbstätigen im Alter von 15 bis 24 Jahren mehr als 48 Stunden pro Woche arbeiteten, lag dieser Anteil bei den Vollzeiterwerbstätigen zwischen 55 und 64 Jahren bei 12,8 %. Einer der Gründe für die deutlichen Unterschiede ist der hohe Anteil überlanger Arbeitszeiten bei Führungskräften, die eher in den höheren Altersgruppen zu finden sind. 

Fast ein Viertel der Erwerbstätigen arbeitet samstags 

Nicht nur die überlangen Arbeitszeiten, sondern auch das Arbeiten am Wochenende hat einen Einfluss auf die zur Verfügung stehende Freizeit. Im Jahr 2019 arbeitete knapp ein Viertel (24,1 %) der Erwerbstätigen ständig oder regelmäßig an Samstagen. Immerhin 12,8 % der Erwerbstätigen waren sonntags im Einsatz. Fachkräfte in der Landwirtschaft (35,7 %) und Erwerbstätige in Dienstleistungsberufen (19,2 %) übten ihre Tätigkeit überdurchschnittlich häufig am Wochenende aus.

Quelle: Statistisches Bundesamt