Cloud-native Rechenzentrum - 23. Juni 2022

Gemeinsame Reise in die Cloud

Deutschland begibt sich auf den notwendigen Weg der Digitalisierung. Mit unserem neuen Cloud-basierten Rechenzentrum machen wir unseren Kunden die Arbeit auf diesem Weg erheblich leichter.

„Wie Deutschland die Digitalisierung verschläft“, „Deutsche Arbeitneh­mer nicht für Digitalisierung gewappnet“, „Deutsche Wirtschaft verpasst die Digitalisie­rung“: All das sind stellvertretende Beispiele für Schlagzeilen aus den Medien in den ver­gangenen Jahren. Und in der Tat: Der Digital Economy and Society Index 2021 der EU-Kommission zeigt, dass sich Deutschland im europäischen Vergleich der Digitalisierung weiterhin nur im Mittelmaß bewegt. Unter den 27 Mitgliedstaaten steht Deutschland der­zeit an elfter Stelle. Die EU billigt Deutschland zu, dass im Bereich der Breitbandkonnektivität gute Ergebnisse er­zielt werden. Aber die digitale Kluft zwischen Stadt und Land ist weiterhin kaum überbrückt. Zudem tauschte dem europäischen Index zufolge weniger als ein Drittel der Unternehmen Informationen auf elektronischem Weg aus. Immerhin: Bei den digitalen öffentlichen Diensten sind insgesamt Ver­besserungen zu verzeichnen – möglicherweise auch, weil infolge der Corona-Krise der Bund in ein breites Spektrum an Maßnahmen investiert hat, um den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie ent­gegenzuwirken. Einige davon beinhalten Cloud- Anwendungen.

Digitale Strategien im öffentlichen Leben

Ob Onlinezugangsgesetz, Bundescloud oder die Verwaltungscloud-Strategie, an der Deutschland zurzeit arbeitet: All dies zeigt, dass Cloud-Anwen­dungen kein Selbstzweck sind, sondern eine Investi­tion in die Zukunft. Auch in der deutschen Wirtschaft hat gerade in der jüngsten Vergangenheit die Digitali­sierung stark an Bedeutung gewonnen. Viele Unterneh­men haben im Zuge der Corona-Krise Prozesse digitali­siert und Cloud-basierte Lösungen eingeführt. Allerdings darf man hier nicht nur schnell umsetzbare, kurzfristige Aktivitäten im Blick haben, sondern muss auf die langfristige, nachhaltige Lösung setzen, die so viele Prozesse wie möglich umfasst.

Genau hier setzt unser Rechenzentrum an. Leistungsstark und trotz seiner langen Geschichte absolut unverstaubt. Denn wenn man genau hinsieht, ist bereits in der Idee der DATEV-Grün­dung 1966 das Prinzip Cloud Computing verinnerlicht. DATEV hat IT zentralisiert und für alle Mitglieder verfügbar gemacht – damals noch mit IBM-Rechnern der ersten Generation.

Ein zukunftsfähiges Rechenzentrum

Somit ist es nur folgerichtig, dass wir die Basis unserer Ge­nossenschaft für unsere Mitglieder weiterentwickelt und für die Zukunft fit gemacht haben. Genau das tun wir, indem wir das Cloud-native Rechenzentrum aufbauen. Das heißt, Ihre Auftragsdaten werden auf eigenen Servern bei uns in Nürn­berg gespeichert – und nicht auf Servern eines externen An­bieters.

Public Clouds nutzt DATEV zwar auch, aber vor allem für in­terne Geschäftsprozesse – etwa die Office-Welt 365 von Mi­crosoft. Hier liegt auch ein weiterer Grund, warum wir in Ih­rem Kundeninteresse die Reise in die Cloud antreten: Anbie­ter wie Microsoft werden auf lange Sicht keine Produkte mehr zur Verfügung stellen, die vor Ort installiert werden können. Und auch Partner in unserem Ökosystem bieten ihre Dienst­leistungen künftig zunehmend aus Public Clouds heraus an. DATEV-Lösungen sollen daher zukünftig aus dem Cloud-nati­ve Rechenzentrum genutzt werden und bei Bedarf mit einer Public Cloud ergänzt werden – die dann natürlich unsere ge­wohnten Standards mit Blick auf Sicherheit und Datenschutz erfüllen muss.

Es gibt viele Gründe, warum unser Rechenzentrum an die neu­en Cloud-Technologien angepasst werden musste. Der wich­tigste aber lautet: Ihre Prozesse als Kundinnen und Kunden von DATEV werden immer digitaler; immer mehr Daten kom­men aus den Kanzleien ins Rechenzentrum und benötigen Da­tenspeichertechnologien. Und um diese zu gewährleisten und effizient zu gestalten, braucht es eine gemeinsame Plattform. Zudem die heutige lokale IT-Plattform in dieser Form besten­falls noch mittelfristig existieren wird.

Die Weiterentwicklung zum Cloud-native Rechenzentrum hat daher hohe Priorität – und ja, sie ist auch sehr komplex. Denn mit der digitalen Transformation steigen die Anforderungen an die Datenverarbeitung. Der Speicherplatz für Cloud-An­wendungen wächst und damit auch der Bandbreitenbedarf. Für ein leistungsstarkes Cloud-Rechenzentrum braucht es eine leistungsfähige Infrastruktur, um die Gliederung in ein­zelne Module der Cloud-Anwendungen und deren Vernetzung untereinander umzusetzen. Auch wenn unsere Entwicklungen nicht immer umgehend und direkt in den Anwendungen sicht­bar sind, passiert unter der Oberfläche richtig viel. Diese Grundlage ist entscheidend für alle künftigen Lösungen. Denn neben dem alltäglichen, durchaus umfangreichen DATEV-Ge­schäft arbeiten wir zeitgleich an einer der größten Technologi­en für unsere Zukunft. Lesen Sie dazu bitte auch den Beitrag „Mit voller Power in die DATEV-Cloud-Welt„.

Dies tun wir in Ihrem Auftrag – und um Ihre Wünsche an unse­re Lösungen zu erfüllen. Denn neben der Wahrung und Erfül­lung der berufsständischen Rechte und Pflichten sichern wir auch die technologische Zukunft. Und dabei macht es einen Unterschied, für welchen Cloud-Anbieter man sich entschei­det. DATEV ist und bleibt mit seinem Rechenzentrum der zu­verlässige Partner, der Ihre Berufsstandspflichten und Rechte bedingungslos wahrt.

Folgen Sie mir auf Twitter oder LinkedIn

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist mayrkolumnetwitterlinkedin-1-1024x78.jpg

Twitter.com/Dr_Robert_Mayr

LinkedIn.com/in/Dr-Robert-Mayr

Zum Autor

Dr. Robert Mayr

Diplom-Kaufmann, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater
CEO der DATEV eG; Die Genossenschaft gehört zu den größten Softwarehäusern und IT-Dienstleistern in Deutschland.
Seine Themen: #DigitaleTransformation, #DigitalLeadership, #Plattformökonomie und #BusinessDevelopment.
Seine These: „Die digitale Transformation ist keine Frage des Könnens, sondern des Wollens“

Weitere Artikel des Autors