DATEV-Digitalisierungsindex - 5. November 2019

Wie es in die Kanzlei hineinruft, so schallt es heraus

Man hätte es sich denken können. Den positivsten Einfluss auf die Digitalisierung von Kanzleien entfaltet der Input. Keine andere Stellschraube hat einen ähnlichen Effekt auf die Organisation und die Prozesse einer Kanzlei, wie der Datenfluss von den Mandanten.

Je digitalisierter dieser bei den Beratern ankommt, umso leichter lassen sich dahinterliegende Prozesse ebenfalls digitalisieren. Logisch! Mit Zahlen und Fakten unterlegt ist diese Weisheit im Digitalisierungsindex der DATEV.

Digitalisierungsindex

56 Prozent des Inputs erreicht die Kanzleien am deutschen Markt in Papierform, auch wenn diese Zahl schrumpft, ist der dominante Teil des Datenflusses noch immer analog. Um die Digitalisierung der Kanzleien voranzubringen, darf dieses Kriterium nicht außer Acht gelassen werden, da es die folgenden Schritte in der Datenverarbeitung entscheidend beeinflusst, vor allem was die Prozesse in der Kanzlei angeht. Der Digitalisierungsindex zeigt aber auch: Es geht langsam voran. Kanzleien haben erkannt, dass sie handeln müssen und zwar verstärkt. Aktuell liegt der Digitalisierungsgrad der Steuerberatungskanzleien mit einem Wert von 101,1 knapp über dem mittleren Indexwert.

In ihrer Digitalisierungsstrategie sieht sich ein großer Teil der Kanzleien gut aufgestellt. Der Teilindex „Strategie“ liegt mit 118,1 Punkten am höchsten. Die weiteren Teilindizes, die die tatsächliche Umsetzung im Fokus haben, liegen größtenteils unter dem mittleren Wert von 100, mit Ausnahme des Teilindex „Organisation“ (109,8 Punkte).  Am niedrigsten sind die Werte dort, wo digital mit Dritten zusammengearbeitet wird: Bei den Teilindizes „Dateninput“ (88,1 Punkte) und „Datenoutput“ (88,4 Punkte) besteht noch großer Handlungsbedarf.

DATEV-Branchenmonitor

Zusammen mit dem Digitalisierungsindex wird auch das Branchenbarometer erhoben. Zusammen ergeben sie den DATEV-Branchenmonitor. Beim Barometer handelt es sich um einen Frühindikator der konjunkturellen Entwicklung der Steuerberatungsbranche Deutschlands, der zeigt, dass Kanzleien äußerst positiv auf ihre geschäftliche Entwicklung blicken. Dementsprechend empfiehlt der DATEV-CEO Dr. Robert Mayr den Kanzleien, „die guten Zeiten [zu] nutzen, um ihre digitale Transformation weiter voranzutreiben, so Mayr im Vorwort zur Studienbroschüre DATEV-Branchenmonitor 2019.

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Dietmar Zeilinger

Redaktion DATEV magazin

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