Kundeneinbezug - 24. September 2015

Lösungsfinder

Als Kundenverantwortlicher kümmert sich Thomas Peters seit 2008 um nahezu alle DATEV-bezogenen Belange der Kanzlei von Rechtsanwalt Christian Weiß. Beide sind seitdem große gemeinsame Schritte gegangen – und haben in dieser Zeit viel Respekt füreinander gewonnen. Aus dieser exzellenten Zusammenarbeit resultierte für die Kanzlei eine immer besser gewordene Steuer-, Rechts- und Unternehmensberatung – zum Wohle der Mandanten und Mitarbeiter.

DATEV magazin: Herr Peters, Sie sind der Kundenverantwortliche der Kanzlei Weiß. Was ist Ihre Aufgabe?

THOMAS PETERS: Jedes DATEV-Mitglied hat einen kundenverantwortlichen Mitarbeiter, der es bei Fragen zur Produktauswahl, zu Produktneuerungen und aktuellen Trends für die Branche betreut. Ich verstehe mich als Lotse durch die DATEV. Dabei ist mein Ziel, Zufriedenheit herzustellen.

CHRISTIAN WEIß: Und das gelingt Herrn Peters. Er ist für uns zugleich die Schnittstelle zur DATEV, als Kümmerer ein Lösungsfinder bei Problemen mit Software und Mandanten sowie Motivator und Mahner zur ständigen Kanzleiweiterentwicklung.

DATEV magazin: Seit wann berät Sie Herr Peters? Und was macht Ihre Kanzlei?

CHRISTIAN WEIß: Seit dem 17. Juni 2008 ist Herr Peters unser Lotse durch die DATEV. Das war ein Jahr nach dem Tod meines Vaters, der die Steuerkanzlei 1973 gegründet hat. Als recht junger Anwalt habe ich 2005 bei uns in der Kanzlei angefangen zu arbeiten, um dann 2007 über Nacht das Büro mit sechs Mitarbeitern zu übernehmen. Heute haben wir zehn Mitarbeiter und haben uns seitdem ständig weiterentwickelt. Wir bieten Steuer-, Rechts- und Unternehmensberatung aus einer Hand an, wobei ich in dieser Kanzleikonstellation als Rechtsanwalt eher ein Novum im Kollegenkreis war. Als Unterstützung habe ich eine angestellte Steuerberaterin, eine Steuerfachwirtin und ein exzellent eingespieltes und ausgebildetes Team. Mein Bruder Oliver baut den Bereich Unternehmensberatung immer mehr aus.

DATEV magazin: Herr Peters, Sie kamen also in einer sehr aufwühlenden Situation als Kundenverantwortlicher in die Kanzlei Weiß.

THOMAS PETERS: Das stimmt. Eben weil Christian Weiß kein Steuerberater ist, sondern Fachanwalt für Steuerrecht war dies auch hinsichtlich des abrupten Kanzleiübergangs eine besonders schwierige Situation am Anfang. Doch uns gelang es gemeinsam, die Kanzleistrukturen aus der Zeit des Vaters so weiterzuentwickeln, dass wir daraus ein innovatives Unternehmen mit sehr guten Umsatzzahlen und ordentlichen Wachstumsraten geformt haben.

CHRISTIAN WEIß: Seitdem Herr Peters uns berät, haben wir einen dreifachen Rechnungsumsatz bei der DATEV. Doch er ist kein Vertriebler im eigentlichen Sinne. Herr Peters verkauft uns nur etwas, was zur Kanzlei passt. Dabei hat er immer den Mehrwert für uns und unsere Mandanten sowie ein klares zeitliches Konzept im Blick. Mit vielen unserer Mandanten arbeiten wir beim Lohn und im Rechnungswesen auf digitalen Plattformen. Und viele Ideen und Anregungen für die Lösung organisatorischer Probleme bekamen wir zudem durch unser Netzwerk aus neun Kanzleien, welches Herr Peters moderiert.

DATEV magazin: Was wird da gemacht?

THOMAS PETERS: Dieser Arbeitskreis trifft sich seit 2009 circa viermal im Jahr. In dieser Zeit ist ein Vertrauensverhältnis entstanden, sodass untereinander Zahlen und interne Probleme lösungsorientiert angesprochen werden. Folglich können sich die Büros untereinander helfen und von Erfahrungen gegenseitig profitieren – insbesondere in Fragen zu Marketing, Personalführung und Technikeinsatz. Ich habe hierbei eine Vogelperspektive und bringe Erfahrungen aus anderen Kanzleien ein. Für die Kanzlei Weiß gab es hierdurch den Anstoß, immer mehr zu digitalisieren und auch ein Dokumentenmanagementsystem einzuführen.

Thomas Peters kennt uns so gut, dass er weiß, wo bei uns der Schuh drückt. Dabei zeigt er immer eine hohe Kundenorientierung.

CHRISTIAN WEIß: Dies verlief jedoch nicht reibungslos. Wir waren 2011 in der Pilotphase beim Dokumentenmanagement und hatten nicht nur dabei erhebliche technische Probleme. Doch bei allen Problemen konnte ich mich an Herrn Peters wenden. Letztlich hat sich auf seine Initiative hin sogar der heutige DATEV-Vorstand Peter Krug deswegen bei uns gemeldet. Das hat mir schon imponiert und gezeigt, dass sich unser Kundenverantwortlicher um uns kümmert und Probleme in die Organisation weitergibt. Er ist daher immer unsere erste Anlaufstelle und öffnet uns die Türen bei der DATEV. Herr Peters kennt uns so gut, dass er weiß, wo bei uns der Schuh drückt. Dabei zeigt er immer eine hohe Kundenorientierung.

DATEV magazin: Was kann aus Ihrer Sicht noch verbessert werden?

CHRISTIAN WEIß: Ich hoffe, dass es in der Zusammenarbeit so weitergeht wie bisher. In unserer Kanzlei läuft schon vieles gut. Wir wollen unsere Abläufe aber noch weiter verfeinern und künftig zertifizieren lassen. Ich sehe die generelle Möglichkeit und absolute Notwendigkeit, bei den Abläufen noch viel mehr zu automatisieren. Gerade zur Entlastung der qualifizierten Mitarbeiter könnte die Kanzleiarbeit insbesondere bei Standardaufgaben ein ganzes Stück industrialisiert werden. Doch das ist vielleicht eher ein berufsständisches Problem, auf das die DATEV Rücksicht nehmen will.

THOMAS PETERS: Speziell für die Kanzlei Weiß sehe ich Potenzial bei der Einführung eines leistungsorientierten Vergütungssystems und bei einer noch mehr zielgerichteten Fokussierung von Christian Weiß auf die Strategie, Kanzleileitung und Rechtsberatung. Dafür müssten intern Mitarbeiter noch stärker in die Pflicht genommen und mit Befugnissen ausgestattet werden.

DATEV magazin: Wie oft treffen Sie sich?

CHRISTIAN WEIß: Neben den Arbeitskreistreffen gibt es Fixtermine wie das Jahresgespräch. Unterjährig treffen wir uns immer wieder, wenn Bedarf ist oder ein bestimmtes Problem zu lösen ist. Herr Peters ist ganzjährig für uns da. Wenn ich eine Frage zu DATEV habe, dann rufe ich in den meisten Fällen zuerst bei Herrn Peters an. Und er empfiehlt mich auch bei der DATEV. Mittlerweile bin ich bei der CeBIT zweimal als Referent für die DATEV aufgetreten. Derzeit bin ich als Referent für die Dialogseminare zur Neuanwenderausbildung im Bereich DATEV Anwalt tätig.

DATEV magazin: Wie lautet Ihr Fazit zur Zusammenarbeit?

THOMAS PETERS: Sie findet auf Augenhöhe statt, wobei ich mehr Berater als Vertriebler bin.

CHRISTIAN WEIß: Sie ist hervorragend. Und unsere Ergebnisse können überzeugen. Die Kanzlei hat an Qualität gewonnen, die Mandanten bekommen mehr Leistungen, und die DATEV macht heute einen dreifachen Umsatz mit uns im Vergleich zu 2007.

Zu den Autoren

Udo Reuß

Freier Steuer- und Wirtschaftsredakteur, www.udoreuss.de

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Christian Weiß

ist Rechtsanwalt und hat 2007 die Kanzlei seines verstorbenen Vaters, Steuerberater Günter Weiß, in Regensburg übernommen (www.kanzleiweiss.de). Sie hat zehn Mitarbeiter und ist in der Steuer-, Rechts- und Unternehmensberatung aktiv.

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TP
Thomas Peters

ist von Nürnberg aus für diese Kanzlei der kundenverantwortliche Mitarbeiter bei der DATEV. Er betreut vertrieblich die Region Thüingen und Nordbayern.

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