Ein Jahr DATEV SmartExperts - 25. Februar 2020

Schafft neue Verbindungen

2019 ist DATEV SmartExperts an den Start gegangen. Bis heute, rund ein Jahr später, haben mehr als 4.600 Kanzleien ihre Profile auf der Online-Plattform angelegt.

Stefan Brust war unter den ersten Steuerberatern, die ihre Kanzlei auf DATEV SmartExperts präsentierten. „­DATEV hatte mir eine Mail mit der Ankündigung von SmartExperts geschickt. Ich hatte gerade Luft und habe innerhalb weniger Minuten meinen Online-Auftritt aufgesetzt“, erzählt der in Hannover tätige Inhaber einer Steuerberatungskanzlei. Danach legte er das Profil gedanklich zu den Akten. Umso größer seine Überraschung, als er wenige Tage später eine Mail erhielt, in der ein potenzieller Mandant um einen Anruf bat. Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass dieser über ­DATEV SmartExperts auf die Kanzlei von Stefan Brust aufmerksam geworden war.

Aus dem Nichts neue Mandanten

„Es war das erste Mal, dass ich quasi aus dem Nichts einen Mandanten gewonnen habe“, erzählt Brust. Eine Erfahrung, die zeigt, dass die gewünschte Anbahnung von Mandanten über die Online-Plattform funktioniert. Der Erfolg lässt sich auch mit Zahlen belegen: So konnte DATEV SmartExperts über alle 4.600 Kanzleiprofile hinweg bis dato bereits über 230.000 Suchanfragen generieren und über 3.700 nachgewiesene Kontakte vermitteln.

Auch Steuerberaterin Carina Heckmann aus Kamen in Nordrhein-Westfalen kann bestätigen, dass sich DATEV SmartExperts für die Anbahnung neuer Mandate lohnt. Große Erwartungen hatte sie nicht, als sie ihr Kanzleiprofil anlegte. Und sie wurde ebenfalls positiv überrascht. Schon direkt nachdem sie ihr Profil online gestellt hatte, erreichten sie zwei neue Anfragen. Auch wenn sich letztlich daraus keine neuen Mandate ergaben, heißt das für sie nicht, die Plattform grundsätzlich infrage zu stellen. Im Gegenteil. Sie versteht es vielmehr als Motivation, ihr Profil regelmäßig zu hinterfragen und noch genauer auf die Bedürfnisse der Zielgruppe auszurichten.

Ohne Fleiß kein Preis. Das gilt auch für ein Kanzleiprofil. „Es macht keinen Sinn, ein Kanzleiprofil zu erstellen, das nur die Eingaben zu den Pflichtfeldern umfasst und darüber hinaus nicht individualisiert wird”, sagt Stefan Brust. Vielmehr, so Brust, muss Kanzleien bewusst sein, wer ihr Wunschkandidat ist, um diesen zielgerichtet mit dem eigenen Kanzleiprofil anzusprechen. So hebt man sich von den Mitbewerbern ab und macht potenzielle Wunschmandanten auf sich aufmerksam.

Kanzleimarketing mit SmartExperts

Dass sich DATEV SmartExperts einfach und intuitiv bedienen lässt, sieht er dabei als großen Pluspunkt – vor allem vor dem Hintergrund, dass das Kanzleimarketing nicht zu den Kernkompetenzen des Berufsstands gehörte und lange Jahre eher ein Schattendasein führte.

Mittlerweile ist DATEV SmartExperts auch für Carina Heckmann ein fester Bestandteil ihres Kanzleimarketings. Bereits heute arbeitet sie zu 96 Prozent papierlos. Ihr Online-Marketing gestaltet sie über ihre eigene Website und über ­Social Media. „Ich bin sehr aktiv auf Facebook und Instagram und akquiriere meine Mandanten inzwischen zu 100 Prozent online“, sagt sie. Der Schritt zu DATEV SmartExperts war für sie daher nicht groß, Berührungsängste im Umgang mit der Anwendung hatte sie nicht. Brauchte sie auch nicht, denn: „Von der Registrierung bis zum Erstellen des Kanzleiprofils ist es ja eigentlich einfacher kaum möglich.“

Dennoch gibt es für Carina Heckmann noch einen Knackpunkt: die Außendarstellung. Zwar investiert die DATEV bereits in Suchmaschinenmarketing sowie die Platzierung der Plattform bei Kooperationspartnern, das reicht laut Carina Heckmann jedoch nicht aus: „DATEV SmartExperts kennen in erster Line wir Steuerberater und DATEV selbst. Hier muss die DATEV noch ihre Hausaufgaben machen, um bei potenziellen Mandanten bekannter zu werden“, meint sie. Ohne umfassendere Vermarktungsaktivitäten seitens der DATEV rechnet sie nicht mit Anfragen im großen Stil, „vielmehr werden die Anfragen ‚reintröpfeln‘“.

DATEV SmartExperts hat über alle ­Kanzleiprofile hinweg bis dato bereits über 3.700 nachgewiesene Kontakte vermittelt.

Nichtsdestoweniger spreche nichts dagegen, sich zu registrieren: „Es schadet ja nicht.“ Zumal die neue Steuer- und Finanz-App KLARTAX, die seit Anfang des Jahres auf dem Markt ist, auch dazu beiträgt, Bekanntheit bei der Zielgruppe aufzubauen. Mit KLARTAX können bisher noch nicht beratene Privatpersonen ihre Finanzen im Blick behalten, steuerrelevante Umsätze auf ihren Konten für die Einkommensteuer vormerken, die Steuererklärung bearbeiten und schließlich die Daten für die Einkommensteuererklärung an das Finanzamt übersenden. ­KLARTAX ist dabei auf einfache Steuerfälle und zunächst die Zielgruppe junger Berufseinsteiger ausgelegt. In der App, die es für iOS und Android gibt, sind Absprungpunkte zu SmartExperts integriert. Die Strategie: Wenn die Steuererklärung komplexer wird, besteht Bedarf an steuerlicher Beratung. Dieser Bedarf wird durch die Verbindung von ­KLARTAX zu SmartExperts gedeckt. Und auch mit DATEV SmartExperts geht es in diesem Jahr weiter. Seit kurzem sind beispielsweise die Reaktionszeiten der Kanzleien in ihrem Profil sichtbar. Diese Funktion unterstützt das Monitoring der eigenen Kanzlei. Darüber hinaus wird aktuell an weiteren Neuerungen gearbeitet, wie den Statistiken im Kanzleiprofil. Zudem ist in 2020 geplant, SmartExperts zunehmend zu einem Kompetenzpool auszubauen, auf dem sich Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte fachlich austauschen und bei Kapazitätsengpässen aushelfen können. Es bleibt also weiterhin spannend. 

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Foto: Anavat Sudchanham; massimo columbo/Getty Images

Zur Autorin

Birgit Schnee

Redaktion DATEV magazin

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