Frauen in der Steuerberatung - 7. September 2020

Meine Kanzlei gibt mir mehr Zeit für mich

Wer als Steuerberater selbstständig ist, hat deutlich mehr Spielraum, eigene Ideen umzusetzen. Zudem kann man seine Arbeitszeit selbst einteilen und so flexibler reagieren, wenn sich die Lebensumstände ändern.

“Möchtest du wieder Zeit für die wichtigen Dinge im Leben haben?” Diese Frage erwartet man nicht unbedingt auf der Homepage einer Steuerkanzlei. Aber sie beschreibt genau die Philosophie von Jennifer Hüttemann, die mit ihrer ehemaligen Kollegin Saskia Kirchhoff im Oktober vergangenen Jahres den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt hat.

Die eigenen Visionen verwirklichen

Als angestellte Steuerberaterin in verschiedenen größeren Kanzleien merkte die 32-jährige Jennifer Hüttemann relativ schnell, dass sie andere Vorstellungen hat als ihre Arbeitgeber. „Ich habe so viele eigene Visionen, die ich gerne umsetzen möchte“, sagt sie selbst. Visionen, die sie mit ihrer Kanzleipartnerin Saskia Kirchhoff teilt: Beide setzen auf eine durchgängig digitale Zusammenarbeit mit den Mandanten, was DATEV aus ihrer Sicht mit dem Digitalpaket für Kanzleigründer in idealer Weise unterstützt. Außerdem setzen sie auf eine einfache Kommunikation und eine einfache Buchhaltung für den Mandanten, so dass dieser möglichst wenig Arbeit damit hat. Und beide legen viel Wert auf individuelle Beratung.

Selbständigkeit und Familienplanung

Auch die gemeinsamen Wertvorstellungen verbinden Jennifer Hüttemann und Saskia Kirchhoff. Allein wollte keine der beiden Frauen eine Kanzlei führen. Vielmehr wollten beide einen Kanzleipartner, um sich auszutauschen, aber auch um sich gegenseitig zu vertreten. Denn Familienplanung war von Anfang an ein Thema. Saskia Kirchhoff ist seit März Mutter und die Kanzlei läuft reibungslos weiter. Jennifer Hüttemann: „Saskia arbeitet so viel, wie sie schafft – und das nicht immer zu den typischen Bürozeiten. Gerade in der Steuerberatung ist man da super flexibel. Ob man die Steuererklärung morgens um 8 Uhr macht oder abends, merkt der Mandant ja gar nicht. Hauptsache, die Steuererklärung ist gemacht.“ Und wenn Mandanten anrufen oder zu Besprechungen in die Kanzlei kommen, übernimmt Jennifer Hüttemann. „Das ergänzt sich gut“.
Die Kanzlei entwickelt sich erfolgreich, ab Oktober wird die erste Mitarbeiterin die Kanzleichefinnen unterstützen. Und eine Vision wollen sie sich dieses Jahr noch erfüllen: die Einführung der 30 Stunden-Woche. Jennifer Hüttemann: „Es gibt ja viele Beispiele in der Branche, wie es gut funktioniert, weil man in dieser Zeit viel konzentrierter arbeitet und eine bessere Work Life Balance schaffen kann. Auch wenn ich meinen Job gern mache. Ich möchte nicht, dass mein Leben nur aus Arbeit besteht. Da gibt es ja noch so viele andere Dinge, die wichtig sind.“

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Zur Autorin

Birgit Schnee

Redaktion DATEV magazin

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