Seit über 35 Jahren ist sie gelebte Tradition und Ausdruck genossenschaftlicher Verantwortung: die DATEV-Weihnachtsspende. Jedes Jahr fließen dabei Mittel in soziale Projekte, die von Mitgliedern und Mitarbeitenden vorgeschlagen werden – für mehr Teilhabe, Inklusion und konkrete Unterstützung, wo sie dringend gebraucht wird. 2024 war die Himmelblaue Traumfabrik e.V. aus Neuss das sogenannte „Leuchtturmprojekt“ – und das aus gutem Grund.
„Man kann nicht verlieren – nur gewinnen“
Dass Steuerberaterin Katrin Schillings das Projekt eingereicht hat, war eigentlich Zufall. Beim Durchblättern eines DATEV-Magazins stieß sie auf den Aufruf zur Spendenaktion. „Ich habe gedacht: Wenn man sich bewerben kann, warum nicht? Mehr als dass nichts passiert, kann ja nicht passieren“, erinnert sich Schillings. Also reichte sie das Projekt Offene Tür im Barbaraviertel ein – ein lokales Freizeit- und Bildungsangebot für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche in der Stadt Neuss.
Die Einreichung war unkompliziert. „Es war wirklich einfach – gerade, wenn man im Ehrenamt aktiv ist und sich mit Projekten auskennt. Es ging schnell und ohne großen bürokratischen Aufwand“, sagt sie. Belohnt wurde ihr Engagement mit einer Förderung von 28.000 Euro – Geld, das direkt in die tägliche Arbeit mit über 100 Kindern floss. Finanziert wurden etwa Ferienprogramme, Kochkurse und Hausaufgabenhilfen – alles Angebote, die für viele der Kinder nicht selbstverständlich sind.
Hilfe vor Ort: konkret, persönlich, nachhaltig
Die Himmelblaue Traumfabrik e.V. engagiert sich seit über einem Jahrzehnt in Neuss für Kinder, „die man zu oft übersieht“, wie Schillings sagt. Dabei ist das Prinzip klar: Der Verein finanziert, koordiniert und unterstützt bestehende Einrichtungen und schafft so Strukturen, die wirken – ganz ohne Verwaltungskosten. „Es geht um Alltägliches“, betont Katrin Schillings. „Ein Schwimmbadbesuch, ein Bastelkurs, ein warmes Mittagessen. Dinge, die viele Familien nicht bieten können.“
Die Rückmeldungen, die sie aus dem Projekt erhält, gehen unter die Haut. „Wenn Kinder sich zu Weihnachten über Knete oder einen Teddy freuen und mit Tränen in den Augen dastehen – dann weiß man, warum man das alles macht“, erzählt sie. „Man kann mit kleinen Mitteln so viel bewegen.“
Engagement als Lebensprinzip
Soziale Verantwortung ist für Katrin Schillings kein Nebenschauplatz, sondern Teil ihres Alltags. Neben ihrem Beruf als Steuerberaterin ist sie Vorsitzende der Turngemeinde Neuss e.V., der größte Neusser Sportverein, Schatzmeisterin der Traumfabrik und engagiert sich in der Werner Erkes Stiftung – ehrenamtlich, mit vollem Einsatz. „Ich bin damit aufgewachsen“, erklärt sie. „Mein Vater war sehr engagiert. Das hat mich geprägt.“ Auch ihr Mann und die Kinder engagieren sich im Ehrenamt.


In ihrer Kanzlei prägt sie dieses Denken ebenfalls. „Wir bilden selbst aus, weil wir Verantwortung für den Nachwuchs übernehmen wollen. Und wir arbeiten fast vollständig digital – nicht, weil es einfacher ist, sondern weil es zukunftsfähig ist.“ Ihre Mandanten schätzen diesen Spirit. Und manche lernen über sie auch, wie man selbst wirksam helfen kann.
Ein Aufruf an alle Mitglieder
Ob eine kleine Initiative auf dem Land oder ein städtisches Integrationsprojekt – für Katrin Schillings steht fest: „Jedes Projekt verdient Aufmerksamkeit. Und jede Einreichung ist ein Schritt in die richtige Richtung.“ Sie ermutigt andere DATEV-Mitglieder ausdrücklich, selbst Vorschläge einzureichen: „Es ist wenig Aufwand. Und man kann wirklich etwas verändern.“
Denn genau darum geht es bei der DATEV-Weihnachtsspende: gemeinsam Glücksmomente schaffen, die bleiben. Für Katrin Schillings ist klar: „Man kann nicht verlieren – nur gewinnen.“
Über 364 Herzensprojekte – und jedes zählt
Das Leuchtturmprojekt Himmelblaue Traumfabrik e.V. war 2024 eines von insgesamt 23 geförderten Herzensprojekten im Rahmen der DATEV-Weihnachtsspende. Unterstützt wurden zum Beispiel ein Lernprogramm für Kinder mit Migrationshintergrund, Reittherapien für behinderte Kinder, inklusive Zirkusprojekte, Aufklärungsarbeit zur Kinderdemenz oder ein Inklusionsprojekt im Handball.
DATEV verfolgt mit dieser Initiative einen klaren Anspruch: soziale Verantwortung nicht nur zu benennen, sondern zu leben – als Genossenschaft, als Gemeinschaft und als Unternehmen. Für COO Julia Bangerth ist die Aktion seit Jahren ein persönliches Herzensanliegen:
„Die Weihnachtsspende zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie viel wir gemeinsam bewegen können – über berufliche Rollen hinaus. Hinter jedem Projekt steht ein echtes Schicksal, eine Idee, ein Funke Hoffnung. Mit der Weihnachtsspende machen wir genau so etwas sichtbar – und unterstützen dort, wo Engagement konkret etwas verändert.“
Seit 1990 wurden über die Weihnachtsspende bereits 364 Projekte gefördert – und mit jedem neuen Jahr wächst diese Zahl. Was bleibt, sind Momente des Miteinanders, echte Hilfe zur Selbsthilfe – und ein starkes Zeichen aus der Mitte der Genossenschaft.
Mitmachen und Glück schenken
Die DATEV-Weihnachtsspende 2025 läuft noch bis zum 30. September. Vorschläge für soziale Projekte können direkt online eingereicht werden. Mehr Informationen und das Antragsformular.