An einem Tag von der Kundenanforderung bis zum Release - 28. Oktober 2019

Ein gelungenes Experiment

Am 2. Oktober war das Stadion in Fürth zum zweiten Mal Schauplatz des DATEV DigiCamps.

Herr Pahl, mit welcher Motivation sind Sie eigentlich nach Fürth zum DATEV DigiCamp gefahren? Welche Erwartungen hatten Sie an den Tag?

In meiner täglichen Arbeit ist die DATEV ein wichtiger Bestandteil. Da bin ich natürlich daran interessiert, was die DATEV über die Zukunft denkt und zu sagen hat. Die Einladung habe ich daher mit großer Neugierde angenommen, auch wenn zu dem Zeitpunkt noch keine Agenda oder konkreten Themen bekannt waren. Das kam dann erst relativ kurzfristig vor dem Event. Als die Themen dann schließlich veröffentlicht wurden, ist mir erst mal klargeworden, wie sehr mein eigenes Bild von der DATEV bisher doch stark durch die Brille ‚funktionale Software‘ geprägt war. Mit dem Themenspektrum der Veranstaltung wurde für mich transparent, dass die Genossenschaft nicht nur Software herstellt, sondern auch vielen Menschen eine Heimat ist. Ich war dann natürlich gespannt zu erfahren, welche Menschen eigentlich dahinterstehen und welch Herausforderungen auf diese warten.

Was hat Sie auf dem DigiCamp am meisten begeistert?

Die Aufbruchstimmung. Und auch die bunte Themenvielfalt. Da wurden visionäre Zukunftsmodelle diskutiert während einen Raum weiter konkret an Software für den nächsten Release gearbeitet wurde. Und eine Etage höher hat das für SmartExperts verantwortliche Team sogar den Versuch gestartet, die Anwendung an nur einem Tag weiterzuentwickeln – von der Aufnahme von Kundenwünschen über die Planung und Umsetzung bis hin zum Release und abschließendem Kundenfeedback.

Als Entwicklungspartner der ersten Stunde für SmartExperts ist Ihnen das Vorgehen ja nicht unbekannt – was war denn nun das Besondere?

Die Arbeit mit Christian Häring und seinem Team war bereits in der Vergangenheit gerade in zeitlicher Hinsicht sehr beeindruckend. Von quasi nichts zum am Markt verfügbaren SmartExperts-Portal in, ich meine es waren 18 Monaten? Das ist eine ganz neue DATEV.

Auf dem DigiCamp habe ich nun noch neue Eindrücke gewonnen, wie das im Detail funktioniert. Bislang habe ich die Menschen im Projekt ja immer nur in der „Laborsituation“ bei Kundeneinbezugsterminen erlebt. Da hat sich mir die Rolle und Bedeutung eines Product Owner oder Scrum Master nicht erschlossen. Braucht man das? Absolut. Das Erleben der Zusammenarbeit an diesem Tag hat mir gezeigt, wie sehr diese Rollen dem Team Struktur geben und auch im lockeren Umgangston für zielgerichtete Einzelschritte des gesamten Teams sorgen.

Was nehmen Sie aus dem Erlebnis mit?

Man merkt, dass das Team schon länger so arbeitet. Durch die Zusammenlegung von Entwicklungs- und Betriebsverantwortung steht das Team auch insgesamt mehr in der Verantwortung. So können Prozessschritte in der abschließenden Produktionsphase der Software viel schneller abgeschlossen werden. Sehr spannend war auch der automatisierte Freigabeprozess, mit dem viele Einzelschritte rund um die Qualitätssicherung automatisch durch das System erledigt werden können. Das waren sehr spannende Einblicke in eine Arbeit, von der ich sonst lediglich das Endergebnis in Form von ‚funktionaler Software‘ zu sehen bekomme.

Von der Idee zur fertigen Software in nur einem Tag. Ich habe auf dem DigiCamp die neue, konkurrenzfähige DATEV gesehen. Ich freue mich darauf.

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Till Stüve

Mitarbeiter DATEV eG, Pressestelle

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