- 12. Mai 2026

Eine starke Partnerschaft seit über 20 Jahren

Die Stadt Brühl im Rhein-Erft-Kreis verbindet historische Bedeutung mit moderner Verwaltung. Als ehemalige kurfürstliche Residenz und heutiger UNESCO-Welterbe-Standort ist sie weit über die Region hinaus bekannt.

Doch auch hinter den Kulissen setzt die Stadt seit vielen Jahren Maßstäbe, insbesondere in der kommunalen Finanzverwaltung. Brühl arbeitet bereits seit über 20 Jahren eng mit DATEV zusammen und zählt damit zu den Vorreitern der digitalen Verwaltungsmodernisierung.

Frühstarter beim Neuen Kommunalen Finanzmanagement

Bereits Anfang der 2000er-Jahre entschied sich die Stadt Brühl für einen mutigen Schritt: Als eine von nur sieben Modellkommunen in Nordrhein-Westfalen begann sie frühzeitig mit der Umstellung auf das Neue Kommunale Finanzmanagement (NKF) und die Kommunale Doppik. Damit war nicht nur ein grundlegender Wechsel im Rechnungswesen verbunden, sondern es stellte sich auch die Herausforderung, neue gesetzliche Vorgaben, Prozesse und Softwarelösungen parallel zu entwickeln.

Noch vor Verabschiedung des NKF-Einführungsgesetzes schloss Brühl im Juli 2004 den Vertrag mit der DATEV. Dies war ein klares Bekenntnis zu einer zukunftsfähigen, integrierten Lösung, das auf einer eingehenden Prüfung der damals verfügbaren Softwareangebote basierte.

Erfolgreiche Einführung und mehr Transparenz

In enger Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung und der DATEV gelang die Einführung von DATEV kommunal innerhalb von nur sechs Monaten. Damit war Brühl die zweite und bis dahin größte Pilotkommune in Nordrhein-Westfalen, die den vollständigen Wechsel vom kameralen zum kaufmännischen Rechnungswesen vollzog.

Der neue Haushalt zeichnete sich durch eine deutlich höhere Transparenz und verbesserte Steuerungsmöglichkeiten aus. Neben dem Haushalts- und Rechnungswesen führte Brühl frühzeitig weitere DATEV-Lösungen ein, unter anderem für die Veranlagung kommunaler Steuern und Abgaben. Auch der Druck, die Kuvertierung und der Versand der Bescheide werden seitdem über das DATEV-Druck- und Versandzentrum abgewickelt.

Melanie Leisgang (DATEV eG), Andrea Jülich (Kämmerin Stadt Brühl), Dirk Schulz-Utermöh (DATEV eG)

Kontinuierlicher Ausbau der DATEV-Nutzung

In den folgenden Jahren entwickelte Brühl seine Systemlandschaft konsequent weiter. So wurden Fachverfahren wie Ordnungswidrigkeiten, Sozialleistungen oder Baugenehmigungen an das zentrale Rechnungswesen angebunden. Gleichzeitig nutzte die Stadt die Umstellung, um ihre internen Abläufe zu überprüfen und zu optimieren.

Ein wichtiger Meilenstein war die Einführung der dezentralen Mittelbewirtschaftung und der Personalabrechnung mit DATEV LODAS comfort. Seit 2020 erhalten über 1.000 Beschäftigte ihre Bezügemitteilungen monatlich über DATEV. Auch aktuelle Herausforderungen wie die Grundsteuerreform konnten mithilfe moderner DATEV-Cloudlösungen erfolgreich bewältigt werden.

Andrea Jülich: Kontinuität und neue Impulse

Andrea Jülich ist seit dem 1. November 2025 die neue Stadtkämmerin der Stadt Brühl und die erste Frau in dieser Position. Die DATEV-Welt ist ihr jedoch bereits seit vielen Jahren bekannt: Sie begleitete unter anderem die Einführung der Kreditorenbuchhaltung und der Haushaltsplanung und war lange Zeit zentrale Ansprechpartnerin und Koordinatorin für DATEV-Themen.

Für sie steht DATEV für Erreichbarkeit, Zuverlässigkeit und ganzheitlich integrierte Lösungen. Sie schätzt besonders die lösungsorientierte Zusammenarbeit und die Möglichkeit, kommunale Prozesse rechtssicher und praxisnah abzubilden – auch bei stetig wachsenden Datenmengen.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten setzen wir auf Lösungen von DATEV. Unsere Partnerschaft ist geprägt von Verlässlichkeit, kontinuierlicher Weiterentwicklung und einem nachhaltigen Mehrwert für unsere Verwaltung.

Andrea Jülich, Kämmerin Stadt Brühl

Gemeinsam in die digitale Zukunft

Jülich sieht ein besonderes Plus der Partnerschaft in der aktiven Einbindung der Kommunen in die Weiterentwicklung der Software. Durch Workshops, Pilotierungen und den direkten Austausch können Anforderungen aus der Praxis frühzeitig eingebracht werden, zum Vorteil beider Seiten.

Der Blick nach vorn ist klar: Die Stadt Brühl treibt die Digitalisierung ihrer Verwaltung konsequent weiter voran. Geplant sind unter anderem der Ausbau digitaler Rechnungseingangsprozesse, neuer Planungs- und Steuerungsinstrumente sowie weiterer DATEV-Lösungen. Das Ziel besteht darin, den Digitalisierungsgrad der Verwaltung bis Ende 2026 deutlich zu steigern.

Die seit über 20 Jahren bestehende Partnerschaft zwischen der Stadt Brühl und DATEV zeigt eindrucksvoll, wie nachhaltige Zusammenarbeit, technologische Innovation und kommunale Praxis erfolgreich zusammenwirken können – gestern, heute und in Zukunft.

Das vollständige Interview mit Andrea Jülich lesen Sie in unserer Ausgabe DATEV Public Sector aktuell 2026. Themenbroschüre DATEV Public Sector aktuell Ausgabe 2026