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Vielfältige Beratung bieten

Branchen­aus­wer­tungen

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Für das Bäckerei­gewerbe bietet ­DATEV zum Wirt­schafts­jahr 2020 eine bran­chen­spe­zi­fische ­Kosten­rech­nung an. Damit lassen sich einzelne Filialen auch ­hin­sicht­lich unter­schied­licher Produkt­gruppen betriebs­wirt­­schaftlich be­trach­ten – und gezielter beraten.

Die deutsche Bäckerei- und Konditorbranche beschäftigt derzeit etwa 270.000 Arbeitnehmer bei einem jährlichen Umsatz von circa 14,67 Milliarden Euro. Noch lässt ein Großteil der Unternehmen des Bäckereigewerbes die monatliche Lohn- und Finanzbuchführung über die betreuenden Steuer­be­ra­tungs­kanz­leien abwickeln. Doch die Zahl der selbstbuchenden Betriebe steigt aufgrund struktureller Marktveränderungen. So lösen Groß­bäcke­reien mit Filialen den klassischen Bäcke­re­ibetrieb mehr und mehr ab. Die Zahl der Unternehmen in der Branche sinkt damit kontinuierlich. Den rund 55.000 Unternehmen in den alten Bundesländern, die vor der Maueröffnung existierten, stehen mit heutigem Stand in Gesamtdeutschland noch 11.347 Unternehmen mit circa 35.000 Filialen gegenüber. Aufgrund dieser Entwicklung benötigen Unternehmen aktuelle Bran­chen­aus­wer­tun­gen, differenziert nach Filialen und Produktgruppen, sowie eine spezifische Beratung, die darauf aufbaut.

Neue Lösung bringt differenzierte Auswertungen

Bislang wird die monatliche Finanzbuchführung für die Branche meist mit der DATEV-Standard Finanzbuchführung (SKR 03/04) erstellt. Allerdings lassen sich wichtige Kennziffern in den Standardkontenplänen damit nicht abbilden. Darunter fällt beispielsweise die Roh­er­trags­er­mitt­lung. Bei dieser wird nach Backwaren, Konditor, Getränken, Kaffee, Zeitung oder Verzehr differenziert. Ebenso wenig existieren statistische Kennziffern wie Umsatz oder Kosten pro Quadratmeter. Diese Lücke füllt DATEV zum Wirtschaftsjahr 2020 mit einer neuen DATEV-Kosten­rech­nungs­lö­sung für die Bäckerei- und Konditorbranche. Damit besteht die Möglichkeit, aussagefähige betriebs­wirt­schaft­liche Auswertungen für die Branche zu erstellen und darüber die Beratungsmöglichkeiten zu erweitern. Eine Möglichkeit, die die Kanzlei Czeczatka, Werner & Partner aus Frankenberg genutzt hat. Sie konnte im Vorfeld die neue ­DATEV-Kos­ten­rech­nungs­lö­sung für Bäckereien bei einem ihrer Mandanten einsetzen. Das Unternehmen mit etwa 400 Mitarbeitern, 46 Filialen und eigener Produktion bei circa 16 Millionen Euro Jahresumsatz erstellt die Finanzbuchführung in enger Zusammenarbeit mit der Kanzlei. Die Lösung basiert dabei auf den DATEV-Stan­dard­konten­plänen, die Software ist im Unternehmen installiert. „Wir haben gemeinsam mit unserem Mandanten die DATEV-Bäckereikostenrechnung eingeführt. Mit der Lösung konnte die Unternehmenssteuerung weiter optimiert werden“, zeigt sich Kanzleichef und Steuerberater Steffen Werner zufrieden. Nicht nur, dass der Mandant dadurch in der Lage ist, das Ergebnis jeder Filiale monatlich zu betrachten, auch wichtige branchen­übliche betriebs­wirt­schaft­liche Kennziffern, wie zum Beispiel den Rohertrag, kann er ermitteln. Darüber hinaus wird nach fixen und variablen Kosten differenziert. Gleichzeitig werden kostenintensive Bereiche, wie die Produktion oder der Fuhrpark gesondert ausgewiesen und ver­ur­sachungs­gerecht auf die Filialen verteilt. „Mein Mandant ist begeistert“, freut sich Steffen Werner, „denn mit der neuen Lösung erhält er alle Kennzahlen, die er für eine ­er­folg­reiche Unternehmenssteuerung ­benötigt.“
Ergänzend hat die Kanzlei ihrem Mandanten das DATEV Kassenarchiv online empfohlen. Damit können Kassendaten aus dem GoBD-konformen und revisionssicheren Zehn­jahres­archiv der DATEV für Prüfungen entsprechend der vorgegebenen Taxonomie exportiert werden (Abb.). Dies ist ins­be­son­de­re bei einer intensiven Nutzung von Kassen wichtig, wie es generell in der Bäcke­rei­branche der Fall ist. Bei kleineren Bäckereien, die im Rahmen einer Auf­trags­fi­nanz­buch­füh­rung aus der Kanzlei heraus betreut werden, lassen sich die Daten aus dem Kassenarchiv direkt in DATEV Unternehmen online übernehmen. Damit lässt sich das Rechnungswesen wie gewohnt erstellen.

Fazit: durchgängig digital dank verzahnter Lösungen

Die neue Musterkostenrechnung eignet sich sowohl für Auftragsfinanzbuchführungen in der Kanzlei als auch für selbst buchende Mandanten der Branche. Um sie ein­zu­richten, sind DATEV-Finanz­buch­füh­rung und DATEV Kostenrechnung classic Voraussetzung. Die Mustervorlage Muster-Bäckerei ist kostenfrei enthalten und kann in­di­vi­duell bis hin zur Produktionskostenrechnung angepasst werden. Schnittstellen verzahnen DATEV-Finanz- und Lohnbuchführung mit der Branchen-Software. Außerdem sind die Waren­wirt­schafts­lö­sun­gen unseres DATEV-Software-Partners OptimoBercher mit der Schnittstelle optimal mit unserer DATEV-Software vernetzt. Darüber hinaus lassen sich Ein­gangs­rech­nun­gen mit dem ELO-Dokumenten-Management-System (DMS) des DATEV-Software-Partners scannen und nach dem Rech­nungs­prü­fungs- und Freigabeprozess ins Rechnungswesen über­tragen – Kostenstellen entsprechend zugeordnet. Die elek­tro­nische Verarbeitung der Kassendaten, die elektronischen Bankkontoauszüge sowie die Offene-Posten-Pflege mit automatischen Aus­gleichs­bu­chun­gen sorgen für einen effizienten Prozess im Rechnungswesen. Abgerundet wird der digitale Workflow durch Be­we­gungs­daten für die DATEV-Lohnbuchführung, die aus einem Zeit­wirt­schafts­system kostenstellendifferenziert übernommen werden können. Insgesamt eine umfassende und durchgängig digitale Prozesslösung für das Bäckereigewerbe.

Fotos: elenabs / Getty Images

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