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Einfach grün

Klimaschutz

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Die Folgen des Klima­wandels sind bereits jetzt zu spüren. Bei jeg­lichem Handeln sollten wir die Frage der Nach­haltig­keit stellen – und dabei nicht vergessen, dass Klimaschutz auch Chancen bietet.

Es wird heiß. Das Klima verändert sich – und mit ihm die Gesellschaft. Die Debatten werden hitziger. Über das, was zu tun ist, und das, was eigentlich getan werden müsste. Über Verbote und Gebote. Und über den Beitrag, den Politik, Unternehmen und jeder Einzelne leisten kann, um unsere Lebensgrundlagen nicht weiter zu gefährden.

Denn die Lage ist ernst, was nicht nur daran zu sehen ist, dass junge Menschen zu Tausenden für eine neue Klimapolitik demonstrieren. Immer öfter werden Fragen nach der Nachhaltigkeit politischen, unter­neh­me­rischen und gesellschaftlichen Handelns gestellt. Die Antworten darauf sind vielfältig, zum Teil widersprüchlich. Und nicht immer sind sie leicht zu ertragen, denn sie verlangen Veränderungen, die auch Verzicht bedeuten.

DATEV-Umweltbilanz: auf Grün eingestellt

DATEV versucht seit Jahren, verantwortungsvoll mit den natürlichen Ressourcen um­zu­gehen. Wir setzen uns jährlich neue Ziele, die wir in unserer Umwelt­bilanz überprüfen. So ist beispielsweise das Papier­volumen im vergangenen Jahr um rund sechs Prozent zurück­ge­gan­gen, was unter anderem auf die zunehmende Digitalisierung zurückzuführen ist. Auch das interne Ausdrucken und Kopieren ist – trotz steigender Mitarbeiterzahl – erheblich zurück­ge­gangen. Und ob Briefhüllen, Ver­sand­taschen, Folien oder Wellpappe: Der Verbrauch von Ver­packungs­ma­te­rial konnte sogar noch stärker als das Papier­vo­lumen reduziert werden. Hilft die Digitalisierung auf der einen Seite, Papier und Verpackungen ein­zu­sparen, muss hier aber auf der anderen Seite der Stromverbrauch im Blick gehalten werden. Und natürlich müssen wir als DATEV darauf achten, ob lediglich Sondereffekte oder tatsächlich nachhaltiges Verhalten für bestimmte Entwicklungen ver­ant­wort­lich sind – und unsere Schlüsse daraus ziehen. Bis zum Jahresende 2019 wollen wir daher ein um­fas­sen­des Mobilitätskonzept entwickeln, das unsere bisherigen Bemühungen weitertreibt und über unsere Dauerbrenner wie Job-Tickets, Dienstfahrrad und E-Mobilität hinausgeht.

Seit dem Berichtsjahr 2018 erstellen wir freiwillig eine Erklärung nach dem Deutschen Nach­hal­tig­keits­kodex. Dies unterstützt den Aufbau unserer Nach­hal­tig­keits­stra­tegie und gibt uns die Möglichkeit, Orien­tie­rungs­punkte für die Zukunft zu fixieren. Denn auch hier gilt: Regelmäßig zu berichten, macht die Ent­wick­lung des Unternehmens im Zeitverlauf sichtbar – und damit vergleichbar.

Beratung zur nachhaltigen Gestaltung

Denn klar ist: Angesichts von Klimawandel und Ressourcenknappheit kann dies alles nur ein Anfang sein. Aber auch eine Chance. Erst kürzlich hat Accountancy Europe ein Papier ver­öf­fent­licht, um dem beratenden Berufsstand ein Hilfsmittel für den Aufbau einer nach­hal­ti­ge­ren Wirtschaft an die Hand zu geben. Damit ändert sich langfristig die Rolle des Beraters, der die Transformation der Geschäfts­mo­delle hin zu einer nachhaltigen Gestaltung begleitet.

Um dies authentisch tun zu können, sollten die Routinen in unserem persönlichen Alltag ebenfalls von Nachhaltigkeit geprägt sein. Wir betreiben daheim aktive Umweltpolitik mit dem Einkaufskorb und achten zum Beispiel darauf, dass wir haupt­säch­lich regionale Produkte kaufen. In unserem Garten verwenden wir außerdem keine Dünger oder Pflanzen­schutz­mittel, und das Gartenwasser kommt aus einer großen Zisterne. Auch sonst achten wir auf unseren Wasser- und Strom­ver­brauch, um unseren eigenen CO₂-Fußabdruck möglichst klein zu halten. Und wer bereits einmal versucht hat, einen Tag oder sogar länger auf Plastik zu verzichten, weiß, wie schwer das in unserem Umfeld hierzulande ist. Aber wir können zumindest probieren, unseren Plastik­ver­brauch zu minimieren und den Müll, der daraus entsteht, konsequent zu trennen. Was im Kleinen gilt, greift für Unternehmen und Gesellschaft umso mehr. Wichtig ist es, jetzt anzufangen. Denn beim Klima­schutz gibt es kein Aber.

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Foto: DATEV eG / Illustrationen: Hannah Brandt

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