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Steuerpflichtige Erstat­tungs­zinsen abzugsfähig

Werbungskosten

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Schuld­zinsen für ein Dar­lehen zur Fi­nan­zie­rung einer Ein­kom­men­steuer­nach­zahlung als Wer­bungs­kosten bei den Ein­künf­ten aus Ka­pi­tal­ver­mögen abzugs­fähig

Schuldzinsen für ein Darlehen, das zur Finanzierung einer Ein­kommen­steuer­nach­zah­lung aufgenommen wurde, können als Wer­bungs­kos­ten bei den Einkünften aus Ka­pi­tal­ver­mögen abzugsfähig sein, wenn die Ein­kom­men­steuer später wieder herab­gesetzt wird und hierfür steuerpflichtige Er­stat­tungs­zin­sen im Sinne des § 233a Abgabenordnung (AO) in Verbindung mit § 20 Abs. 1 Nr. 7 Satz 3 EStG gezahlt werden (BFH, VIII-R-53/14). Insoweit liegt ein Fall erzwungener Kapitalüberlassung vor, bei dem es zur Begründung des wirtschaftlichen Zu­sam­men­hangs zwischen Kreditaufnahme und späteren Zinseinnahmen ausreicht, wenn das Darlehen zum Zweck auf­ge­nom­men und verwendet wurde, eine letztlich nicht gerechtfertigte Forderung zu erfüllen.

Fotos: Abscent84, erhui1979 / Getty Images

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