Kanzleimanagement |

DATEV bewegt

Branchen­­aus­­wer­tungen

0Kommentare

DATEV bietet zum Wirt­schafts­jahr 2017 eine branchen­orien­tierte Kosten­rech­nung für Spedi­teure und Logistiker an. Damit sind betriebs­wirt­schaft­liche Aus­wer­tungen möglich.

Die deutsche Speditions- und Logistikbranche beschäftigt etwa 543.000 Arbeitnehmer bei einem jährlichen Umsatz von circa 102 Milliarden Euro. Ein Großteil der Unternehmen lässt die monat­liche Lohn- und Finanzbuchführung über die betreuenden Steuerberatungskanzleien abwickeln. Die Anzahl der selbst buchenden Betriebe ist jedoch aufgrund der Marktgröße erheblich.
Oftmals wird die monatliche Finanzbuchführung über die DATEV-Standardkontenpläne SKR 03/04 erstellt. Wichtige Kennziffern, wie zum Beispiel die Fahrzeugselbstkosten, der Tagessatz der fixen Kosten, die Frachtsatz- oder die Kilometersatzerrechnung, sind in den Stan­dard­konten­plänen nicht abgebildet. Um in der Branche betriebswirtschaftliche Auswertungen zu er­mög­lichen, bietet Ihnen DATEV zum Wirtschaftsjahr 2017 basierend auf den DATEV-Standard­konten­plänen eine branchenorientierte Kostenrechnung an, welche in Zusammenarbeit mit den Branchenexperten der SVG Bundes-Zentralgenossenschaft Straßenverkehr eG entstand.

Baustein zur Unternehmenssteuerung

Die Kanzlei Mödder & Sobotta aus Kerpen nutzt bereits heute die neue DATEV-Kosten­rech­nungs­lösung für Speditionen bei ihrem Mandanten, einem Unternehmen mit circa 60 Mitarbeitern, 50 Fahrzeugen und eigener Werkstatt bei circa 8 Millionen Euro Jahresumsatz. Die Finanz­buch­füh­rung wird durch die Kanzlei erstellt, wobei die DATEV-Software beim Mandanten installiert ist.
Die Eingangsrechnungen werden im Unternehmen mit dem DATEV-Dokumenten-Management-System (DMS) gescannt und gelangen nach dem Rechnungsprüf- und Freigabeprozess mit Zuordnung der entsprechenden Kostenstelle zur Bearbeitung ins Rechnungswesen. Per VPN-Zugriff (Fernzugriff aus der Kanzlei) auf den Mandantenserver bucht die Kanzlei täglich die bereitgestellten Eingangsrechnungen aus dem DMS, verarbeitet die von der Speditions-Software über eine Schnittstelle bereitgestellten Ausgangsrechnungen und bucht die Banken. Diese tagesaktuelle Offene-Posten-Pflege ermöglicht dem Mandanten, Kreditorenzahlungen mit Ausgleichsbuchungen für die Finanzbuchführung automatisch aus dem DATEV-Rechnungswesen zu generieren. Da auch die Debitorenbuchhaltung durch die Steuerberatungskanzlei regelmäßig aktualisiert wird, kann das Mahnwesen durch das Unternehmen zügig erledigt werden. Die auf Kostenträger beziehungsweise Kostenstellen differenzierten Abschreibungs- und Brutto­lohn­buchun­gen runden die integrierte Lösung ab. „Durch die Einführung der DATEV-Speditions­kos­ten­rechnung wurde nun ein wichtiger Baustein zur Unternehmenssteuerung realisiert“, sagt Steuerberaterin Susanne Sobotta. „Wir haben die Musterkostenrechnung als Basis genommen und auf die Bedürfnisse unseres Mandanten hin individuell angepasst. Seitdem ist die Ge­schäfts­leitung unseres Mandanten in der Lage, das Ergebnis eines jeden Fahrzeugs monatlich zu betrachten. Dabei werden die Kosten der Auflieger und die der weiteren Gemeinkosten verursachungsgerecht auf die Fahrzeuge umgelegt. Branchenübliche betriebswirtschaftliche Kalkulationssätze werden differenziert nach fixen und variablen Kosten ermittelt. Kostenintensive Bereiche, wie die Werkstatt oder die Reifen, werden gesondert ausgewiesen und ver­ur­sachungs­gerecht auf die Kostenträger weiterverteilt. Eine runde Sache, die innerhalb kürzester Zeit in die Praxis umgesetzt wurde und Begeisterung bei meinem Mandanten auslöste“, so Susanne Sobotta.
Die Musterkostenrechnung (siehe Abbildung) kann sowohl für Auftragsfinanzbuchführungen in der Kanzlei als auch bei selbst buchenden Mandanten in der Speditions- und Logistikbranche eingesetzt werden. Voraussetzung für die Einrichtung ist neben der DATEV-Finanzbuchführung die DATEV Kostenrechnung classic pro. Die Mustervorlage Muster-Spedition ist kostenfrei enthalten. Darüber hinaus ist die DATEV Kooperationen mit den Branchen-Software-Partnern dbh Logistics IT AG und der Soloplan GmbH eingegangen. Bidirektionale Schnittstellen verzahnen DATEV-Finanzbuchführung und Branchen-Software miteinander und sorgen für den Daten­aus­tausch von zum Beispiel Ausgangsrechnungen.

KOST-Chefübersichten

KOST-Chefübersichten

datev_bewegt_tabelle

Abbildung: Chefübersicht Kostenträger Sattelzugmaschinen

0Kommentare Neuen Kommentar verfassen

Einen neuen Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.