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Betriebswirtschaftliche Beratung

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Mandanten fordern eine um­fassende Beratung. Doch woher sollen sie wissen, worin ihr Steuer­berater unterstützen kann, wenn dieser seine Leistungen nicht aktiv anbietet? Steuer­beraterin Sabine Wirsching empfiehlt deshalb die Aus­bildungs­reihe „Betriebs­wirtschaft­liche Beratung für Steuerberater“.

DATEV magazin: Sie haben im vergangenen Jahr an der Ausbildungsreihe „Betriebswirtschaftliche Beratung für Steuerberater“ in Sindelfingen teilgenommen. Was fällt Ihnen spontan ein, wenn Sie an die Veranstaltung zurückdenken?

SABINE WIRSCHING: Wir haben viel diskutiert. Gerade im gemeinsamen Austausch wurde wieder einmal deutlich, welche Chancen die betriebswirtschaftliche Beratung bietet. Die praktischen Umsetzungshürden sind bei vielen Beratern ähnlich, aber manchmal gibt es auch überraschend einfache Lösungen. Unterm Strich habe ich viele praktische Tipps und Anregungen für meinen eigenen Dienstleistungskatalog und meine tägliche Arbeit mitgenommen.

DATEV magazin: Welchen Stellenwert hat betriebswirtschaftliche Beratung in Ihrer Kanzlei?

SABINE WIRSCHING: Das Kerngeschäft steht natürlich im Mittelpunkt. Wir machen zurzeit maximal zehn Prozent unseres Umsatzes mit betriebswirtschaftlicher Beratung, aber der Stellenwert der Beratung hat deutlich zugenommen, gerade im Wettbewerb um die wirklich interessanten Mandanten.

DATEV magazin: Welche Themen in der Veranstaltung waren für Sie besonders wichtig?

SABINE WIRSCHING: Bei vielen Themen habe ich gemerkt, dass meine Kanzlei schon auf einem guten Weg ist, gerade was die Qualität der Buchhaltung als Grundlage für die Beratung angeht. Für mich waren insbesondere die Vermarktungsthemen und die praktischen Übungen interessant. Außerdem habe ich viele Tipps für den effizienten Einsatz der DATEV-Software mitgenommen.

DATEV magazin: Welche Impulse haben Sie aus der Veranstaltung für die tägliche Arbeit übernehmen können?

SABINE WIRSCHING: Ganz oben steht die Liquiditätsvorschau. Sie beantwortet Fragen wie „Reicht mein Kontokorrentlimit für die nächsten Wochen?“ Der Nutzen ist für viele Mandanten sofort offensichtlich und Banker machen große Augen, wenn der Mandant im Voraus seinen Liquiditätsbedarf aufzeigen kann.
Den Gesprächsleitfaden zum Controllingreport haben wir inzwischen in ProCheck eingebunden. Ich benutze ihn als Grundlage für meine Beratungsgespräche.

DATEV magazin: Wie haben Sie den Austausch mit den anderen Teilnehmern empfunden?

SABINE WIRSCHING: Wie immer als viel zu kurz. Oft kommt man ja in der Kaffeepause oder abends an der Hotelbar zu den spannendsten Themen. Da waren die zweitägigen Blöcke insbesondere für die Teilnehmer, die im Hotel übernachtet haben, ein gutes Forum, auch um das eigene Netzwerk auszubauen.

DATEV magazin: Wem würden Sie die Veranstaltung empfehlen?

SABINE WIRSCHING: Kanzleien, denen bewusst ist, dass betriebswirtschaftliche Beratung ein Zukunftsmodell ist. Wer erkannt hat, wie wichtig es ist, Leistungen aktiv zu verkaufen, findet hier viele Argumente und Methoden für seine Mandantengespräche. Man muss sich aber bewusst sein, dass im Anschluss noch viel Arbeit bei der Umsetzung in der Kanzlei auf einen zukommt.

DATEV magazin: Was heißt das konkret für Sie? Was haben Sie sich für 2013 noch vorgenommen?

SABINE WIRSCHING: Zurzeit überarbeiten wir unsere Leistungsbeschreibungen, vor allem für die betriebswirtschaftliche Beratung. Da greifen wir auf die erarbeiteten Dienstleistungssteckbriefe aus der Ausbildungsreihe zurück. Außerdem aktualisieren wir laufend unsere Arbeitsprozesse in ProCheck. Da gibt es ja gerade im Bereich der Beratung immer Ideen und Anlässe für neue oder verbesserte Prozesse.

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